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Zahlen des Bundeskriminalamts : Homophobe Gewalttaten nehmen deutlich zu

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Am Christopher Street Day in Stuttgart setzen sich hunderte Menschen für die Rechte von Schwulen, Lesben, Bisexuellen und Transgender ein. Bild: dpa

In den vergangenen sechs Jahren haben Gewalttaten gegen Lesben, Schwule, Bisexuelle, trans- und intergeschlechtliche Menschen immer weiter zugenommen. Das gab das Innenministerium am Donnerstag bekannt.

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          Die Zahl der Gewalttaten gegen Lesben, Schwule, Bisexuelle, trans- und intergeschlechtliche Menschen (LSBTI) ist in den vergangenen Jahren stark gestiegen. Das zeigt eine Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag. Demnach wurden im Jahr 2013 vom Bundeskriminalamt 50 Gewalttaten gezählt. Im vergangenen Jahr waren es 97 und im ersten Halbjahr 2019 bereits 58 Angriffe.

          Die Bundesregierung müsse die Situation sehr ernst nehmen und das Thema auf die nächste Tagesordnung der Innenministerkonferenz setzen, forderte die Linken-Abgeordnete Doris Achelwilm am Donnerstag. „Die Zunahme von Gewalt kommt nicht von ungefähr (...). Sie resultiert wesentlich aus einem gesellschaftlichen Klima, das Minderheiten in neuer Qualität unter Druck setzt und bedroht.“

          Eine Anfrage der Grünen an die Bundesregierung hatte kürzlich ähnliche Ergebnisse ergeben. Demnach gab es im laufenden Jahr einen deutlichen Anstieg von Sachbeschädigungen mit homophobem oder transfeindlichem Hintergrund. Der Sprecher des Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD), Helmut Metzner, sagte laut einer Mitteilung des Verbands vom Donnerstag, die in der Statistik aufgeführten Fälle gäben wegen unzureichender Erfassungsmethoden nur einen Bruchteil der realen Hasskriminalität wieder. „Es müssen endlich effektive Maßnahmen für Prävention, Erfassung und Strafverfolgung auf den Weg gebracht werden. Opferhilfe-Einrichtungen müssen ausreichend unterstützt werden.“

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