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Pläne der „Letzten Generation“ : „Der Widerstand wird stärker werden“

  • -Aktualisiert am

Klimaaktivisten der Umweltschutzbewegung „Letzte Generation“ blockieren am 21. November 2022 auf der Prinzregentenstraße in München den Verkehr. Bild: dpa

Die Innenminister überlegen, ob es sich bei der „Letzten Generation“ um eine „kriminelle Vereinigung“ handelt – die Klimaaktivisten der „Letzten Generation“ wollen die Adern der Gesellschaft „an allen Ecken und Enden“ unterbrechen.

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          Am Donnerstagmittag haben etwa 30 Klimaaktivisten vor dem Münchner Hotel de­monstriert, in dem die Innenminister zur turnusmäßigen Konferenz zu­sammengekommen waren. Die De­monstration war angemeldet, so wie es die Politiker zuletzt immer wieder verlangt hatten, sie war eingehegt durch eine polizeilich abgesicherte Absperrung, das Mikrofon war so leise, dass die Politiker die Aufforderungen und Mahnungen nicht hören konnten. Journalisten waren auch kaum da. Eine Abfrage im Pressearchiv ergab am Freitag: null Artikel zur Demonstration.

          Timo Frasch
          Politischer Korrespondent in München.

          Die Aktivisten der „Letzten Generation“ nehmen derlei sehr genau wahr, sie kennen die Gesetze der Aufmerksamkeitsökonomie. Und so kündigten sie am Freitag nach einigen Tagen Pause neue Aktionen des zivilen Ungehorsams an. „Der Widerstand wird stärker werden“, hieß es im Rahmen ei­ner Onlinepressekonferenz, zumal man einen Zustrom neuer Aktivisten zu verzeichnen habe. Man werde weiterhin „friedlich“ bleiben, es gehe nicht gegen einzelne Gruppen wie etwa Autofahrer, sondern darum, die Adern der Gesellschaft „an allen Ecken und Enden“ zu unterbrechen, damit nicht „alles so weiterläuft wie bisher“.

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