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„Adolf-Hitler-Koog“ : Ein Haus soll sein Schweigen brechen

Lernort statt kultisches Zentrum: die Neulandhalle Bild: F.A.Z.

In einem Koog an der Nordsee wollte die NS-Diktatur die perfekte Volksgemeinschaft schaffen – nun wird hier ein „Lernort“ eröffnet. Wie dieser angenommen wird, muss sich zeigen.

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          Scharf pfeift der Wind, hin und wieder fallen ein paar Tropfen auf die dunkle Erde rund um die Neulandhalle im Dieksanderkoog. Ein wuchtiger Bau, errichtet auf der einzigen Erhebung in der flachen Weite, damals, als das Stück Land, das die Menschen der Nordsee abgerungen haben, noch Adolf-Hitler-Koog hieß. Die Neulandhalle sollte so etwas wie ein kultisches Zentrum im Koog werden. Nun soll sie ein „Lernort“ sein.

          Matthias Wyssuwa

          Politischer Korrespondent für Norddeutschland und Skandinavien mit Sitz in Hamburg.

          Uwe Danker führt über die Pfade rund um die Halle zu den mannshohen Buchstaben der Ausstellung, die er konzipiert hat. Texte und Bilder sind auf den Buchstaben zu sehen, über die Geschichte der Halle, die NS-Ideologie und die Propaganda. Danker spricht über Volksgemeinschaft und Lebensraum. Der letzte Buchstabe am Ende des Weges ist ein großes S, es liegt auf der Seite und ist noch in schwarze Plastikfolie gehüllt. Nur zwei Fragen stehen auf dem Buchstaben, verrät Danker: „Wer sind heute die Anderen?“, und „Was hat das mit mir zu tun?“.

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