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Leipzig : Randale von Linksautonomen

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Die Polizei nahm in Leipzig bei 200 Demonstranten die Personalien auf Bild: dpa

In Leipzig kommt es zu schweren Randalen und Zusammenstößen mit der Polizei bei einem unangemeldeten Aufzug von Linksautonomen, die gegen Pegida demonstrieren.

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          Nach der schweren Randale von Linksautonomen in Leipzig ermittelt die Polizei wegen schweren Landfriedensbruchs. Etwa 600 teils vermummten Randalierer waren nach Angaben der Polizei am Donnerstagabend durch die Stadt gezogen und hatten erhebliche Schäden angerichtet. Sie zerstörten Scheiben, demolierten Polizeiautos und warfen mit Steinen auf Polizisten.

          Zudem wurden Hauswände mit Schriftzügen besprüht, die sich gegen die Anti-Islam-Bewegung Pegida und die Polizei richteten. Laut Polizei stand die Spontandemo auch im Zusammenhang mit dem ungeklärten Tod eines Asylbewerbers in Dresden.

          Am späten Abend konnte die Polizei etwa 200 Teilnehmer des nicht angemeldeten Aufzugs festsetzen und deren Personalien aufnehmen. Drei Randalierer wurden festgenommen. Verletzt wurde nach ersten Erkenntnissen niemand.

          Bei der Randale entstand nach Polizeiangaben ein Schaden im mindestens fünfstelligen Bereich. Das sei immer schwer zu beziffern, sagte Polizeisprecher Andreas Loepki am Freitag. „Wir haben Schäden durch Graffiti, wir haben beschädigte Privat-Kfz, beschädigte Geschäfte. Dazu kommt das Amtsgericht, wo Scheiben eingeworfen wurden. Und wir haben die Schäden an Polizeifahrzeugen.“  Laut Polizei stand die Spontandemo auch im Zusammenhang mit dem ungeklärten Tod eines Asylbewerbers in Dresden.

          „Absolut inakzeptabel“

          Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) rief zur Gewaltlosigkeit bei jeglichen Demonstrationen auf. „Wir akzeptieren keine Gewalt, weder von linken Kriminellen, noch von Rechtsextremen, noch von religiösen Fanatikern“, erklärte Jung.

          „Es ist absolut inakzeptabel, dass unter dem Vorwand der Solidarität mit dem in Dresden getöteten Asylbewerber Gewalt ausgeübt wird - egal ob gegen Menschen oder Gegenstände. Gewalt ist keine Solidarität“, erklärte der innenpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Albrecht Pallas. Sein CDU-Amtskollege Christian Hartmann sagte: „Ich bin entsetzt, mit wie viel Hass und Gewalt gestern Abend offensichtlich linksautonome Randalierer durch Leipzig gezogen sind.“

          In der vergangenen Woche hatte es bereits einen Angriff von mutmaßlichen Mitgliedern der linksautonomen Szene in Leipzig gegeben. Rund 50 Maskierte hatten den Polizeiposten im Stadtteil Connewitz attackiert und schleuderten Steine, Flaschen und Farbbeutel gegen die Fenster.

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