https://www.faz.net/-gpf-a31o0

Ausschreitungen in Leipzig : Linke Demonstranten bewerfen Polizisten mit Flaschen und Pyrotechnik

  • -Aktualisiert am

Teilnehmer einer linken Demonstration haben in Leipzig Pyrotechnik gezündet. Bild: dpa

In Leipzig ist nach der Räumung eines besetzten Hauses ein Protest eskaliert. Für das Wochenende haben Gruppen im linksalternativen Stadtteil Connewitz zur „Befreiung von Kapitalismus und Kapital“ aufgerufen.

          1 Min.

          Nach der Räumung eines seit Mitte August besetzten Hauses ist es am Donnerstagabend in Leipzig zu Ausschreitungen während einer Protestdemonstration gekommen. Der Polizei zufolge versammelten sich im Stadtteil Neustadt-Neuschönfeld am späten Abend zunächst etwa 350 Personen zu einer nicht angezeigten Demonstration. Zuvor hatte eine Gruppe namens „Leipzig besetzen“ über das Internet dazu aufgerufen.

          Stefan Locke
          Korrespondent für Sachsen und Thüringen mit Sitz in Dresden.

          Aus der laut Ordnungsamt später auf 500 Menschen angewachsenen Menge heraus seien die Beamten dann mit Flaschen und Pyrotechnik beworfen und darüber hinaus auch Einsatzfahrzeuge beschädigt worden. Anschließend hätten sich die Demonstranten verteilt, Barrikaden errichtet, Müllcontainer angezündet, immer wieder Polizisten angegriffen und einen Einsatzhubschrauber mit einem Laser geblendet. Mit Verstärkung gelang es den Beamten schließlich, die Lage wieder unter Kontrolle zu bringen.

          22 Personen wurden vorläufig festgenommen. Gegen sie wird unter anderem wegen Landfriedensbruchs, versuchter Körperverletzung, Sachbeschädigung und gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr ermittelt. Noch in der gleichen Nacht soll es zudem Versuche gegeben haben, dass geräumte Haus abermals zu besetzen.

          Die Behörden rechnen für die kommenden Tage mit weiteren Unruhen in der Messestadt. Für das Wochenende haben mehrere Gruppen im linksalternativen Stadtteil Connewitz unter anderem zum Kampf gegen Gentrifizierung und zur Befreiung von Kapitalismus und Kapital aufgerufen. Das geräumte Haus steht seit Jahrzehnten leer; die Besetzer hatten ein Nutzungskonzept vorgelegt und waren mit dem Eigentümer im Gespräch. Als dieser sein Gesprächsangebot zurückzog, sei die Lage eskaliert.

          Weitere Themen

          Ukraine geht gegen Putin-Helfer vor

          Anklage wegen „Staatsverrats“ : Ukraine geht gegen Putin-Helfer vor

          In der Ukraine gilt der Politiker Viktor Medwedtschuk vielen als „Putins Mann“ in Kiew. Jetzt soll er sich vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm unter anderem vor, bei der Annexion der Krim mitgewirkt zu haben.

          Topmeldungen

          Rettungskräfte in der südisraelischen Stadt Sderot versorgen eine Frau nach einem Raketenangriff aus dem Gazastreifen am 12. Mai

          Angriffe in Israel und Gaza : Wenn man die Angst hören kann

          Die Heftigkeit der Angriffe der Hamas und des israelischen Militärs, aber auch der Gewalt in Israel selbst hat viele überrascht. Und alle fragen sich: Wird diese „Runde“ bald vorüber sein und wird sich etwas ändern?
          Erst akzeptiert Musk Bitcoin als Zahlungsmethode für sein Unternehmen Tesla, nun hat er Umweltbedenken.

          Kryptowährung : Bitcoin sind für Tesla zu umweltschädlich

          Der Elektroautohersteller war das prominenteste Unternehmen, welches die Digitalwährung als Zahlungsmittel akzeptierte – nun die Kehrtwende. Der Kurs bricht nach der Nachricht ein. Doch wie schmutzig sind die Kryptowährungen?

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.