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Lehrpläne in Baden-Württemberg : Ich bin schwul, das ist cool!

Kann es sein, dass man gegen „Akzeptanz sexueller Vielfalt“ ist? Offenbar geht es im Streit um die Lehrpläne im grün-roten Baden-Württemberg um etwas anderes.

          Die Aufregung in Baden-Württemberg über die „Akzeptanz sexueller Vielfalt“ im Schulunterricht hinkt anderen Bundesländern etwas hinterher. Da ist die Sache in der Regel längst erledigt: Zur „Kompetenzentwicklung“ der Schüler gehört es dort, dass Vorurteile gegenüber sexuellen Minderheiten bekämpft werden.

          Sollte es in einem Bundesland noch nicht so sein, wird es Zeit. Ein Beispiel können sich Nachzügler an Frankfurter Schulen nehmen, von deren Pausenhöfen die Schüler mit dem Spruch „Ich bin schwul, das ist cool!“ nach Hause kommen.

          Der Streit in Baden-Württemberg dreht sich aber ganz offenbar nicht um Ziele wie Toleranz, Pluralismus und Aufklärung. Geschürt werden Ängste davor, dass nach dem Muster des „Gender Mainstreaming“ sich eine Ideologie in den Schulen festsetzen könnte, die Jugendlichen einhämmert, nichts sei biologisch, alles sei nur sozial bedingt, also Sache von Prägung, Überzeugung und Milieu.

          Wie viele andere Ideologien ist auch diese in ihrer unerbittlichen Ausprägung nicht ohne Grausamkeit gewesen - und bis heute geblieben. Zum Beispiel wären da absolute Intoleranz und das Bedürfnis zu erwähnen, seine Gegner wenigstens moralisch zu vernichten. Das alles lässt sich nachlesen – künftig sicherlich auch in den Schulbüchern Baden-Württembergs, oder?

          Jasper von Altenbockum

          Verantwortlicher Redakteur für Innenpolitik.

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