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Nordrhein-Westfalen : Das Ende der Planspiele zur Laschet-Nachfolge

  • -Aktualisiert am

NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst im Juni in Düsseldorf Bild: dpa

Nordrhein-Westfalen braucht bald einen neuen Ministerpräsidenten – ein neues Gutachten räumt nun die in Teilen der CDU kursierende Idee ab, die Entscheidung lasse sich auf die lange Bank schieben.

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          Ganz gleich wie die Bundestagswahl ausgeht, in Nordrhein-Westfalen wird es nach dem 26. September einen Wechsel im Amt des Ministerpräsidenten geben. Unionskanzlerkandidat Armin Laschet, der seit 2017 an der Spitze der Regierung des bevölkerungsreichsten Bundeslands steht, hatte der F.A.Z. auf die Frage, ob er im Fall einer Niederlage nach Düsseldorf zurückkehren wolle, Anfang Mai gesagt: „Klares Nein.“ Sein Platz sei nach der Bundestagswahl in Berlin.

          Reiner Burger
          Politischer Korrespondent in Nordrhein-Westfalen.

          Als Favorit für die Nachfolge gilt Verkehrsminister Hendrik Wüst. Er hat etwas, was anderen Aspiranten und auch seiner wichtigsten Konkurrentin, Bauministerin Ina Scharrenbach, fehlt: ein Landtagsmandat. Die Landesverfassung schreibt vor, dass der Ministerpräsident oder die Ministerpräsidentin dem Parlament angehören muss. Weil Wüst mit seinen 46 Jahren für den Generationenwechsel stünde, weil er zahlreiche politische CDU-Schwergewichte wie Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann oder den Essener Oberbürgermeister Thomas Kufen an seiner Seite weiß und weil schon im Mai die nächste Landtagswahl ansteht, müsste eigentlich alles auf ihn zulaufen.

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