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Binde ein und herrsche : Laschets Modell der CDU

  • -Aktualisiert am

Für alle was dabei: Armin Laschet am Mittwochabend in Kirchveischede Bild: EPA

Armin Laschet hat verschiedene Parteiströmungen in seinem Düsseldorfer Kabinett. Nun will er das System auf die CDU-Spitze übertragen. Der Landesverband nominiert das Duo Laschet/Spahn für den Parteivorsitz.

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          Für Armin Laschet scheint sich in diesen Tagen so manches auf angenehme Weise von ganz allein zu fügen. Seit geraumer Zeit stand fest, dass der Vorstand der nordrhein-westfälischen CDU am Donnerstagabend zu seiner nächsten Sitzung zusammenkommen würde. Eigentlich wollte sich das Gremium auf die Vorbereitung des Landesparteitags am 9. Mai konzentrieren. Doch nun kann sich der Vorstand gleich auch noch mit dem Ringen um den CDU-Bundesvorsitz befassen, denn seit Dienstag ist klar, wer auf dem Sonderparteitag am 25. April ins Rennen geht: Friedrich Merz, Norbert Röttgen und Armin Laschet. Alle drei kommen aus NRW, was die Sache nicht ganz einfach macht. Zumindest auf den ersten Blick.

          Reiner Burger

          Politischer Korrespondent in Nordrhein-Westfalen.

          Als es Ende 2018 um die Nachfolge von Angela Merkel im Bundesvorsitz ging, gab der Vorstand des größten Landesverbands der CDU kein Votum ab und begründete das damit, dass mit Jens Spahn und Friedrich Merz zwei der Aspiranten aus den eigenen Reihen stammten. Es gebe nicht nur für Merz und Spahn, sondern auch für Annegret Kramp-Karrenbauer Unterstützer, hieß es damals. Heute hat Merz nicht nur in Ost- und Südwestdeutschland, sondern auch in NRW unverändert viele Anhänger. Und auch von Röttgen heißt es, er verfüge zumindest über versprengte heimische Truppen. Doch dass nun der CDU-Landesvorsitzende Laschet mit im Rennen ist, verändert die Lage. Diesmal herrsche unter den Vorstandsmitgliedern die Auffassung vor, dass man nicht ohne Empfehlung bleiben dürfe, sagt Laschets Generalsekretär Josef Hovenjürgen am Donnerstagvormittag vielsagend. 

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