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Laschet und Spahn im Gespräch : „Null Toleranz gegen Rechtsbruch“

„Ich teile jedes Wort des Lobes auf Jens Spahn“, sagt Armin Laschet (rechts) über seinen „Teamkollegen“. Bild: Frank Röth

Armin Laschet kandidiert für den Vorsitz der CDU – „im Team“ mit Jens Spahn. Im F.A.Z.-Interview erklären sie, worauf es beim Kampf gegen Corona ankommt und beantworten die Frage: Hat das Virus alles verändert?

          10 Min.

          Herr Bundesminister, warum wollen Sie nicht der nächste, sondern erst der übernächste Kanzlerkandidat der Union werden?

          Jasper von Altenbockum
          Verantwortlicher Redakteur für Innenpolitik.
          Reiner Burger
          Politischer Korrespondent in Nordrhein-Westfalen.
          Berthold Kohler
          Herausgeber.

          Spahn: Gerade in Krisenzeiten ist es wichtig, zusammenzustehen und gemeinsam zu handeln. Auch deshalb unterstütze ich Armin Laschet dabei, CDU-Vorsitzender zu werden. Wir machen ein gemeinsames Angebot an die ganze Breite unserer Partei. Und richtig ist: Ein CDU-Vorsitzender hat in Absprache mit unserer Schwesterpartei das erste Zugriffsrecht auf die Kanzlerkandidatur.

          Verzicht als Dienst an der Partei?

          Spahn: Es geht um den Zusammenhalt der CDU. Da sollte jeder bereit sein, seinen Beitrag zu leisten. In den letzten Monaten ist in Vergessenheit geraten, in welchem Zustand die CDU war und immer noch ist. Vor Corona hatten wir Monate, in denen wir uns nur mit uns selbst beschäftigt haben. Mit Themen, die vielleicht intern wichtig sind, die aber die Bürger nicht interessieren. Damals lagen wir in Umfragen nur noch bei 23 Prozent. Deshalb geht es jetzt darum, deutlich zu machen, dass nach 16 Jahren Angela Merkel etwas Neues beginnt. Die Bundeskanzlerin hat uns gut durch die Krisen der letzten beiden Jahrzehnte geführt. Jetzt ist es an uns, die zwanziger Jahre zu gestalten.

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