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Laschet im Interview : „Die CDU war fest entschlossen, Jamaika möglich zu machen“

„Das hat man in einem Wahljahr noch nicht erlebt, dass innerhalb von 150 Tagen die Stimmung dreimal so grundlegend wechselte.“ Bild: Lucas Bäuml

Armin Laschet kritisiert die Wahlkampfstrategie seiner Partei: „Keine klare soziale Botschaft gehabt zu haben, war ein Fehler.“ Das Scheitern von CDU und CSU führt er auch auf eine Charakterfrage zurück.

          11 Min.

          Die Bundestagswahl war für CDU/CSU ein Debakel – auch für Sie persönlich. Wie gehen Sie damit um, dass Ihre politische Karriere in voller Fahrt ein jähes Ende findet?

          Jasper von Altenbockum
          Verantwortlicher Redakteur für Innenpolitik.
          Reiner Burger
          Politischer Korrespondent in Nordrhein-Westfalen.

          Das war schon ein sehr einschneidender Wahlkampf. Ich habe sowohl für die Kampagne als auch für den Wahlausgang die Verantwortung übernommen. Aber wahr ist natürlich auch, dass dieses Wahlergebnis aus vielen Einflüssen und Schwankungen hervorgegangen ist. In diesem Jahr waren drei ganz unterschiedliche Personen in unterschiedlichen Phasen die Favoriten für den Wahlausgang. Ganz am Anfang Annalena Baerbock, als die Grünen in Umfragen bei 27,28 Prozent standen. Dann erweckte FDP-Chef Lindner den Eindruck, die Kanzlerschaft sei zugunsten der CDU entschieden, es gehe nur noch um den Finanzminister. Da stand die Union bei 30 Prozent in den Umfragen. Am Ende kam die Phase, in der Olaf Scholz vorne lag. Das hat man in einem Wahljahr noch nicht erlebt, dass innerhalb von 150 Tagen die Stimmung dreimal so grundlegend wechselte.

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