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Besuch in Flutgebieten : Laschet erlebt die Wut

Sehen und gesehen werden: Laschet in Swisttal Bild: Imago

Der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen besucht Orte, die hart von der Flut getroffen wurden. Da entlädt sich der Ärger von Betroffenen.

          4 Min.

          Im Schatten von St. Petrus und Paulus in Odendorf sind unzählige Helfer auch zweieinhalb Wochen nach der Katastrophe noch damit beschäftigt, wenigstens ein bisschen Alltag zu organisieren. Im Pfarrheim können sich Flutopfer mit dem Nötigsten eindecken – Kleiderspenden, Spielzeug, Toilettenpapier, Wasch- und Spülmittel stapeln sich. Gegenüber auf dem Zehnthof gibt es eine Feldküche.

          Reiner Burger
          Politischer Korrespondent in Nordrhein-Westfalen.

          „Viele Leute können sich bis heute keine warme Mahlzeit zubereiten, weil sie buchstäblich alles verloren haben“, sagt Kai Imsande, der in Odendorf die freiwilligen Helfer koordiniert. „Ohne diese Selbstorganisation, ohne die vielen Ehrenamtlichen würden wir es nicht schaffen“, lobt Bürgermeisterin Petra Kalkbrenner. Freilich gibt es in Swisttal auch viel Kritik am Krisenmanagement der Bürgermeisterin und ihrer Verwaltung. Hört man sich bei Betroffenen um, dann heißt es, vor der Flut sei nicht ausreichend oder gar nicht gewarnt worden, und Hilfsgelder kämen nicht an.

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