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Bundestagswahlkampf : Laschet attackiert Baerbock: „Sie redet, ich handle“

  • Aktualisiert am

CDU-Chef Armin Laschet Bild: dpa

Der Kanzlerkandidat der Union setzt auf eine Partnerschaft mit der FDP und wirft den Grünen vor, „inhaltlich wenig zu bieten“ zu haben. CSU-Chef Markus Söder sieht in der Grünen-Chefin eine Kandidatin „mit frischen Ideen“.

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          Der CDU-Vorsitzende und Kanzlerkandidat der Union, Armin Laschet, hat den Wahlkampf mit einem Angriff auf die Grünen eröffnet. Die Partei habe „inhaltlich wenig zu bieten“, sagte Laschet in einem Interview mit der „Süddeutschen Zeitung“ vom Montag. Das werde die Union in ihrer Wahlkampagne herausstellen. Laschet kündigte an, die Wirtschaftspolitik in den Mittelpunkt der Entscheidung zu rücken. Es gehe um Entschlackung der Bürokratie, einen serviceorientierten Staat und Digitalisierung.

          „Wir brauchen eine neue Gründerzeit“, sagte Laschet, dies „können die Grünen nicht“. Mit Blick auf die Grünen-Spitzenkandidatin Annalena Baerbock sagte er: „Sie redet, ich handle“. Die Grünen hätten 16 Jahre lang nichts beweisen müssen.

          Laschet spricht sich für Koalition mit FDP aus

          Er würde die Union eher in einer Koalition mit der FDP in die Regierung führen, sagte CDU-Chef weiter. „Die FDP ist ein guter Partner, mit dem man das Land voranbringen kann“, sagte er. Erstes Wahlziel der Union müsse es sein, die „stärkste Kraft“ zu bleiben.

          Nach Einschätzung von CSU-Chef Markus Söder müssen sich die Unionsparteien auf den härtesten Bundestagswahlkampf seit mehr als 20 Jahren gefasst machen. „Eines ist klar: Es wird wohl der schwierigste Wahlkampf der Union seit 1998. Die Umfragen zeigen kein gutes Bild. Und die Ausgangslage ist auch relativ schwierig“, sagte der bayerische Ministerpräsident am Sonntagabend im ZDF-„heute journal“. Es stehe viel Arbeit an, denn auch inhaltlich müsse der Führungsanspruch von CDU und CSU untermauert werden. Die Menschen wählten nicht Erfolge der Vergangenheit, sondern erwarteten „Hunger und Ideenreichtum“. Ausdrücklich verwies er auf die Grünen, die mit Baerbock eine junge Kanzlerkandidatin „mit frischen Ideen“ ins Rennen schickten.

          Dass er selbst die Kanzlerkandidatur dem CDU-Chef Armin Laschet habe überlassen müssen, tue ihm nicht mehr weh, sagte Söder. Er hätte es gern gemacht, doch sei dies auch nicht „der Lebensplan gewesen“.

          Fünf Monate vor der Bundestagswahl hat die Union nach einer neuen Umfrage stark in der Wählergunst verloren und wurde von den Grünen von Platz eins verdrängt. Im „Sonntagstrend“ des Meinungsforschungsinstituts Kantar im Auftrag der „Bild am Sonntag“ kommen die Grünen auf 28 Prozent, die Union nur noch auf 27 Prozent. Auch bei einer Kanzler-Direktwahl hätte Baerbock gute Karten, wie eine Insa-Befragung für die „Bild am Sonntag“ ergab. Demnach würden 30 Prozent Baerbock direkt wählen, SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz käme auf 20 Prozent und Laschet auf 18 Prozent.

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