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Entscheidung für Laschet : Wie Söder sich verkalkuliert hat

Söder am Dienstag in München Bild: dpa

Tagelang hatte es so ausgesehen, als könnte Markus Söder sich im Ringen um die Kanzlerkandidatur durchsetzen. Doch Armin Laschet gelang es offenbar am Sonntagabend, das Blatt zu wenden – bei einem denkwürdigen Zusammentreffen.

          9 Min.

          Markus Söder tritt am Dienstag um 12 Uhr mittags in der CSU-Zentrale vor die Presse. Seine zentrale Botschaft: „Die Würfel sind gefallen. Armin Laschet wird Kanzlerkandidat der Union.“ Tatsächlich sagt der CSU-Chef: „der Jungen Union“. Aber das ist sicher nur ein Versehen.

          Timo Frasch
          Politischer Korrespondent in München.
          Johannes Leithäuser
          Politischer Korrespondent in Berlin.
          Eckart Lohse
          Leiter der Parlamentsredaktion in Berlin.
          Markus Wehner
          Politischer Korrespondent in Berlin.

          Kein Versehen dürfte sein, was Söder gleich danach anfügt und was man in der CDU-Spitze sicher mit betretenen Mienen verfolgt. Söder bedankt sich nämlich „ausdrücklich“ für die „überragende Unterstützung“ bei „vielen, vielen Orts- und Kreisverbänden der CDU besonders“. Er bedankt sich bei den „Arbeitsgemeinschaften, gerade bei den Jungen, den Modernen, bei denen, die auf Zukunft aus waren“. Er bedankt sich vor allem auch „bei vielen mutigen Abgeordneten, die entgegen normaler Parteisolidarität sehr offen gesagt haben, was sie schätzen“.

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