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Langsame Corona-Impfungen : Wann bin ich dran?

Wartebereich: die Metropolis-Halle in Potsdam Bild: dpa

Nach dem Impfbeginn offenbaren sich gravierende Unterschiede zwischen den Bundesländern. Während im Süden die Impfzentren arbeiten, ist andernorts noch nicht einmal klar, wie die Menschen angesprochen werden sollen.

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          Auf dem Papier ist klar geregelt, wer möglichst früh gegen das Coronavirus geimpft wird. Priorität haben demnach Pflegebedürftige, Ärzte und Pfleger sowie alle, die älter als achtzig Jahre sind. So steht es in der Verordnung, die Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) im Dezember unterzeichnet hat. Doch nachdem nun schon seit gut einer Woche geimpft wird, zeigen Recherchen der F.A.Z., dass in der Praxis auch der Wohnort eine entscheidende Rolle spielt, wenn es darum geht, wann Personen mit hoher Priorität den Impfstoff gespritzt bekommen. Denn während der Bund den Impfstoff zentral beschafft, sind die Bundesländer für den Ablauf der Impfungen zuständig – und da offenbaren sich bereits nach wenigen Tagen gravierende Unterschiede.

          Kim Björn Becker
          Redakteur in der Politik.

          Der Bund hat angekündigt, den Impfstoff gemäß der Bevölkerungsanteile auf die Länder zu verteilen. Eine Abfrage bei den Landesregierungen am Sonntag hat ergeben, dass die meisten Länder diesen Anteil auch erhalten haben. Baden-Württemberg berichtet, dass das Land bisher etwas weniger erhalten hat, als ihm zusteht. Demnach sind 172 Kartons mit je 196 Phiolen des Biontech-Impfstoffs geliefert worden. Das entspricht, wenn jedes Fläschchen wie geplant fünf Injektionen hergibt, etwa 168.000 Dosen. Stuttgart stünden gemäß seines großen Bevölkerungsanteils aber 173.000 Dosen zu. Trotzdem wird im Südwesten vergleichsweise zügig geimpft: Bis Sonntag wurden dem Robert-Koch-Institut von dort mehr als 24.000 Impfungen gemeldet.

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