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Landtagswahlen-Kommentar : Angst vor Ostdeutschland

  • -Aktualisiert am

Gemeinsam mit Pegida in Chemnitz: Bei den Landtagwahlen in Sachsen, Brandenburg und Thüringen könnte die AfD stärkste Kraft werden. Bild: dpa

Vor den Landtagswahlen wenden sich CDU und SPD dem Osten zu. Doch die Probleme dort mit ein paar materiellen Sofortmaßnahmen lösen zu wollen, ist im besten Fall naiv – im schlechtesten einfach zynisch.

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          Dreißig Jahre nach der Einheit entdeckt die Politik wieder einmal den Osten Deutschlands. CDU und SPD haben gerade Papiere vorgestellt, in denen sie aufzählen, was sie alles für ihn tun wollen. Da sollen Tarif- und Rentenmauern eingerissen werden, Glasfaser- und Mobilfunknetze jedes verlassene Dorf erreichen, Bundesbehörden nur noch im Osten errichtet werden, Innovationsschmieden sollen geschaffen und Ost-West-Kulturzentren eröffnet werden. Und natürlich soll die Lebensleistung der Ostdeutschen anerkannt werden.

          Selbst die Grünen, die bisher am wenigsten ostige Partei, bekennen, dass sie gesündigt und die frühere DDR vernachlässigt haben. In den neunziger Jahren habe er sich nicht besonders für die deutsche Einheit interessiert, gibt Robert Habeck zu. Selbst die Bundeskanzlerin spricht in einem Interview so ausführlich wie selten über ihre ostdeutsche Herkunft, über Brüche, andersartige Biographien und darüber, dass sie es nicht verwunderlich findet, dass es im Osten Frustrationen gibt. Warum aber ist der Osten plötzlich so gefragt?

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