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Landtagswahl : SPD deklassiert in Mecklenburg-Vorpommern alle anderen

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Klare Siegerin: Ministerpräsidentin Schwesig am Wahlabend in Schwerin Bild: Andreas Pein

In Mecklenburg-Vorpommern hat die SPD die Landtagswahl klar gewonnen. Mit wem sie künftig regieren möchte, will Ministerpräsidentin Manuela Schwesig aber noch nicht verraten. Die CDU, ihr bisheriger Koalitionspartner, erlebt eine Schlappe.

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          Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) kann wohl weitere fünf Jahre im Amt bleiben. Bei der Landtagswahl am Sonntag erzielte die von ihr geführte SPD nach Hochrechnungen von ARD und ZDF einen deutlichen Wahlsieg. Demnach kommt die SPD auf 38,8 und 40,1 Prozent. Im Vergleich zur Landtagswahl 2016 ist das ein deutlicher Zugewinn; damals war die SPD mit 30,6 Prozent stärkste Kraft geworden. Schwesig sprach am Sonntagabend von einem „ganz klaren Bürgervotum für die SPD“. Es sei ein „wunderbarer Abend für unser Land“, für die SPD in Mecklenburg-Vorpommern

          Auf dem zweiten Platz landet, wie schon vor fünf Jahren, die AfD. Die Hochrechnungen sehen die Partei bei 16,8 und 18,1 Prozent. Die AfD verliert damit gegenüber der Wahl 2016, als sie aus dem Stand 20,8 Prozent erzielt hatte. Die Regierungspartei CDU erreicht nach abermaligen Verlusten wieder Platz drei. Die Hochrechnungen sehen sie zwischen 13 und 14 Prozent – das schlechteste Ergebnis der Partei im Nordosten seit der Wiedervereinigung. CDU-Landeschef und Spitzenkandidat Michael Sack nannte das Ergebnis am Abend „katastrophal“. Auch die Linke konnte ihren seit 2011 anhaltenden Abwärtstrend nicht stoppen. Sie kommt laut auf knapp zehn Prozent. Für die FDP wurden rund sechs Prozent ermittelt, ebenso für die Grünen. Damit haben beide Parteien eine Chance, wieder in den Landtag einzuziehen. Zum ersten Mal würden damit sechs Parteien im Schweriner Schloss sitzen.

          Das Ergebnis der Prognosen würde rechnerisch für eine Fortsetzung der seit 2006 regierenden rot-schwarzen Koalition reichen. Doch hätte auch ein Bündnis aus SPD und Linke im Parlament eine knappe Mehrheit. Sollten FDP und Grüne ins Parlament einziehen, wäre auch eine sogenannte Ampel-Koalition möglich.

          Schwesig hatte vor der Wahl offen gelassen, welchen Regierungspartner sie bevorzugen würde. Auch nach den ersten Prognosen wollte sie sich dazu nicht äußern. Am Wahlabend sagte die Sozialdemokratin, die Parteigremien würden am Montagabend  beraten und schauen, „mit wem wir Gespräche führen werden“. Zunächst müsse das endgültige Ergebnis abgewartet werden. Wichtig für die Regierungsbildung seien drei Punkt: Es müsse eine „stabile Mehrheiten“ geben, die SPD müsse ihre Themen voranbringen können, und „es müssen verlässliche Partner sein“.

          Der CDU-Politiker Philipp Amthor sprach am Wahlabend von einem „schweren Tag“ für die Union im Nordwesten. Die CDU habe bei der Landtagswahl eine historische Niederlage erlitten, sagte er bei der Wahlparty seiner Partei in der Orangerie des Schweriner Schlosses. Dieser Tag sei aber auch ein Tag, an dem die CDU Mecklenburg-Vorpommern zeige, dass sie sich nicht entmutigen lasse, und dass sie als Team zusammenstehe. Amthor war Spitzenkandidat der CDU im Nordosten zur Bundestagswahl.

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