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Tirschenreuth und Wunsiedel : Warum zwei bayerische Landkreise wieder Hotspots sind

Der Kirchturm der Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt in Tirschenreuth Bild: dpa

Im März verhängte der Landkreis Tirschenreuth deutschlandweit die erste Ausgangssperre wegen Corona. Nun steht der Kreis wieder im Fokus – nirgendwo ist die Sieben-Tage-Inzidenz so hoch wie dort.

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          Dass es ein zweites „Tirschenreuth“ geben könnte, damit haben sie in der nördlichen Oberpfalz nicht gerechnet. Mitte März hatte der Landkreis eine Ausgangssperre in der Stadt Mitterteich verhängt, damals die erste derartig drastische Maßnahme in ganz Deutschland. Die Zahl der Corona-Infektionen war in kurzer Zeit stark gestiegen, auf 47 in einem Städtchen mit kaum 7000 Einwohnern. Schnell verbreitete sich das Gerücht, ein Starkbierfest sei daran schuld – es wurde später in einer Studie als ein maßgeblicher Infektionstreiber erkannt.

          Timo Frasch
          Politischer Korrespondent in München.
          Anna-Lena Ripperger
          Redakteurin in der Politik.

          Trotzdem fragten sich die Tirschenreuther: Warum wir? Der Landkreis ist dünn besiedelt, sanfte Hügel wechseln sich mit Tausenden Fischteichen ab. Als die Pandemie auch an anderen Orten in Deutschland Fahrt aufnahm und Tirschenreuth einer von vielen Hotspots wurde, glaubten manche, das Schlimmste hinter sich zu haben. Doch zu Jahresbeginn schnellten die Zahlen wieder weit nach oben. Tirschenreuth liegt bei den zehn Landkreisen mit den höchsten Inzidenzen in Deutschland seit Tagen vorne. Am Montag betrug der Wert 316,5.

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