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„Letzte Generation“ : Klimaaktivisten kleben sich auf Landebahn am Münchner Flughafen

  • Aktualisiert am

Blockiert: Klimaaktivisten auf dem Rollfeld des Flughafens München Bild: Reuters

Am Flughafen München haben sich Aktivisten am Rollfeld festgeklebt. Eine der beiden Start- und Landebahnen musste vorübergehend gesperrt werden. In Berlin gelang es der Gruppe offenbar nicht, den Flugbetrieb zu stören.

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          Am Flughafen in München ist eine der beiden Start- und Landebahnen vorübergehend gesperrt worden, weil sich laut einem Sprecher des Franz-Josef-Strauß-Flughafens vier Klimaaktivisten auf der Nordbahn festgeklebt hatten. Der Flugverkehr auf dieser Bahn sei für rund eine Dreiviertelstunde eingestellt worden. Sämtliche Flüge, die dort hätten starten oder landen sollen, konnten aber über die Südbahn abgewickelt werden. Daher habe es nur geringe Verspätungen gegeben, es seien keine Flüge ausgefallen. Die Sperrung sei mittlerweile aufgehoben worden.

          Die Klimaschutz-Demonstranten versuchten zudem, den Betrieb am Berliner Flughafen BER zu stören. Nach Angaben des Flughafens gelang ihnen das am Donnerstagvormittag zunächst nicht: „Der Flugbetrieb ist aktuell nicht eingeschränkt.“ Es habe einen Einsatz im Sicherheitsbereich „wegen unbefugten Zutritts“ gegeben. Mehr sei noch nicht bekannt. Eine Sprecherin der Bundespolizeidirektion Berlin sagte, einige Personen hätten sich Zugang zum Sicherheitsbereich verschafft. Der Einsatz dauere noch an.

          Die Gruppe „Letzte Generation“ zeigte sich für die Aktion am Donnerstag verantwortlich. „Wir sind immer bereit für konstruktive Gespräche, so wie auch gestern mit dem bayerischen Innenminister (Joachim Herrmann). Aber was wir angesichts der drohenden Klimahölle brauchen, sind Handlungen und nicht nur leere Worte“, sagte Sprecherin Aimée van Baalen.

          „Letzte Generation“ teilte mit, Mitglieder seien in München in das Gelände des Flughafens eingedrungen und befänden sich auf dem Rollfeld. Ein dpa-Fotograf berichtete, eine Gruppe von Klimaschützern habe ein Loch in einen Zaun geschnitten, sei dann aber von Wachpersonal oder Polizisten abgefangen worden.

          In der am Morgen veröffentlichen Pressemitteilung von „Letzte Generation“ hieß es außerdem, mehrere Protestierende seien auf dem Weg auf das Flughafengelände des Berliner BER.

          Die Gruppe, die zuletzt auch häufig Straßen in München und Berlin blockierte, verlangt von der Bundesregierung einen besseren Klimaschutz und fordert unter anderem ein Tempolimit von 100 Kilometern pro Stunde auf Autobahnen und ein 9-Euro-Bahnticket für ganz Deutschland.

          Ende November hatte die Gruppierung schon den Berliner Hauptstadtflughafen BER für fast zwei Stunden lahmgelegt. Damals verschafften sich zwei Gruppen, bestehend aus jeweils mehreren Menschen, Zugang zum Flughafengelände. Einige von ihnen hatten sich nach Polizeiangaben am Boden festgeklebt. Die Gruppe selbst teilte mit, dass einige Aktivisten mit Fahrrädern über das Gelände gefahren seien. Der Berliner Flughafen hatte den Betrieb auf beiden Start-und-Lande-Bahnen gestoppt.

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