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„Starke und kämpferische Frau“ : Kurt Beck für Nahles als SPD-Vorsitzende

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Kurt Beck, damals noch Parteivorsitzender, im Oktober 2007 mit seiner damaligen Stellvertreterin Andrea Nahles auf dem Parteitag in Hamburg Bild: dpa

Vor fast zehn Jahren stürzte Kurt Beck als SPD-Vorsitzender ähnlich unschön wie jetzt Martin Schulz. In einem Interview übt er heftige Kritik an den Umgangsformen in der Partei – und macht sich für Andrea Nahles stark.

          Der frühere SPD-Vorsitzende Kurt Beck hat heftige Kritik am Zustand seiner Partei und den anhaltenden Personalquerelen geübt. „Der Wert der Solidarität zählt in der SPD offensichtlich nicht mehr so viel, wenn es um Posten und Personal geht“, sagte Beck dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). „Wir brauchen in schwieriger Zeiten wieder Teamplay.”

          Im Fall von Martin Schulz habe „mangelnde Solidarität“ ebenso eine Rolle gespielt wie bei seinem eigenen Rücktritt als Parteivorsitzender vor fast zehn Jahren. Der Vorsitzende der Friedrich-Ebert-Stiftung spricht sich klar für Andrea Nahles als künftige Parteivorsitzende aus und fordert ein Ende des Postenstreits.

          „Man kann all diese Herausforderungen, vor denen wir stehen, nicht auf eine Schulter laden und sagen: Nun, mach mal. Und je schöner die Pirouetten, umso mehr klatschen wir Beifall. Aber wehe, Du stolperst. Dann sind wir die ersten, die Dir in die Beine treten“, so der frühere Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz. „Das nicht mehr zuzulassen, ist jetzt das Gebot der Stunde. Das muss der neue Rütli-Schwur in der Partei werden.“ Es sei höchste Zeit, dass die SPD und alle, die in ihr Verantwortung tragen würden, sich jetzt besinnen.

          Beck bescheinigt Fraktionschefin Nahles herausragende Führungsqualitäten. „Sie ist eine starke und kämpferische Frau”, sagte er. „In den letzten Jahren hat Andrea Nahles inhaltlich hervorragend gearbeitet. Das ist ein bemerkenswerter Reifeprozess gewesen.“

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