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Energiekrise : Kultusminister versprechen warme Klassenzimmer

Schüler in einem Erfurter Klassenzimmer Bild: dpa

Schüler und Studenten sollen in Herbst und Winter nicht frieren. Das versprechen ihnen die Kultusminister. Die Sache hat nur einen Haken: Für die Heizung sind andere zuständig.

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          Schüler sollen während des Unterrichts nicht frieren und Schulen sowie Hochschulen sollen von den Energiesparmaßnahmen ausgenommen werden, versichern die Kultusminister. In den Schulen soll auch die Raumtemperatur nicht gesenkt werden, bekräftigte die amtierende Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Karin Prien (CDU) am Freitag in Berlin. „Schulen sind Teil der kritischen Infrastruktur und müssen auch dann besonders geschützt werden, selbst dann, wenn Energie im Herbst und Winter wegen einer energetischen Notsituation eingespart werden müsste“, sagte Prien.

          Heike Schmoll
          Politische Korrespondentin in Berlin, zuständig für die „Bildungswelten“.

          Das Versprechen der Kultusminister hat allerdings einen großen Haken: für die Raumtemperatur in den Schulen und die Heizkosten sind die Kultusminister nicht zuständig, sondern die Kommunen als Schulträger oder die privaten Schulträger. Es wird also von ihnen abhängen, ob das Versprechen der Kultusminister auch eingehalten wird. Einige Länder haben schon erste Hilfsprogramme auf den Weg gebracht, um sie zu unterstützen. Sachsen-Anhalts Bildungsministerin Eva Feußner (CDU) verwies darauf, dass auch Turn- und Schwimmhallen offen bleiben müssten, weil Schüler in der Corona-Pandemie ohnehin schon unter erheblichen körperlich-motorischen Defiziten gelitten haben.

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