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Künftiger SPD-Vorsitzender : Lars Klingbeil und die Russland-Connection

Lars Klingbeil in der SPD-Zentrale in Berlin am 8. November Bild: AFP, Bearbeitung F.A.S.

Putins Freunde in Deutschland knüpfen ihre Teppiche. Lars Klingbeil ist mit drei Menschen verbunden, die mit dem russischen Präsidenten befreundet sind. Welche Rolle spielt der zukünftige SPD-Chef dabei?

          6 Min.

          Lars Klingbeil soll im Dezember Vorsitzender der SPD werden. Damit will nach Gerhard Schröder und Sigmar Gabriel wieder ein Mann an die Spitze der Partei, der eng verwoben ist in die Bildteppiche, welche die Freunde des russischen Prä­sidenten Wladimir Putin seit dessen Überfall auf die Ukraine weben. Um diese Ge­webe aus Legenden, Geschäft und scheinbarem Dialog wird es in diesem Ar­tikel gehen. Und immer auch um Klingbeil. Ist er ein Weber wie sein Mentor, Altkanzler Gerhard Schröder, Putins mächtigster Mann in Deutschland, oder ist er ein Faden, der verwoben wurde, ohne viel zu fragen?

          Konrad Schuller
          Politischer Korrespondent der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung in Berlin.

          Klingbeil ist mit drei Menschen verbunden, die mit Putin befreundet sind – manche eng, andere ein bisschen weniger. Der erste ist Schröder. Der steht Putin so nahe, dass der Präsident schon mal spontan bei ihm auftaucht, wenn er Geburtstag feiert. Klingbeil wiederum hat in den Nullerjahren in Schröders Wahlkreisbüro gearbeitet, und seither ist ihre Verbindung intensiv und persönlich. Sie laden sich zu ihren Hochzeiten ein, und in den letzten zwei Bundestagswahlkämpfen ist Schröder je­weils in der heißen Phase im Wahlkreis seines alten Mitarbeiters aufgetreten.

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