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Kommando Spezialkräfte : Kein Platz für Nazis

Ein Bundeswehrsoldat der Eliteeinheit Kommando Spezialkräfte (KSK) trainiert den Häuserkampf und eine Geiselbefreiung (Archivbild). Bild: dpa

Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer nimmt das KSK unter die Lupe. Gut so! Auf Rechtsextreme und Wehrmachtsnostalgiker kann die Bundeswehr getrost verzichten.

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          Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer hat angekündigt, das Kommando Spezialkräfte (KSK) gründlich durchleuchten lassen. Denn auch ihr ist die Parole heilig, dass für Rechtsextremisten in der Bundeswehr kein Platz sei. Die Botschaft hörte man schon oft. Der Glaube fehlt manchem dennoch. In einigen dunklen Ecken, vor allem in Kampfverbänden, wird noch immer ein Traditionsverständnis gepflegt, das mit dem Selbstbild einer modernen deutschen Armee nicht zusammenpasst. So auch im KSK.

          Mehrfach geriet der elitärste Verband der Bundeswehr wegen Glorifizierung der Wehrmacht und ideologischer Nähe zu Rechtsextremisten durch Einzelne in die Schlagzeilen. Zuletzt war es Mitte Mai so weit, doch das Phänomen ist nicht neu. Schon 2003 schickte der damalige Verteidigungsminister Peter Struck den damaligen Kommandeur Reinhard Günzel deshalb sogar in den vorzeitigen Ruhestand.

          Der amtierende Kommandeur, Brigadegeneral Markus Kreitmayr, hat die verbliebenen Extremisten zu Ausgestoßenen erklärt. Sein Ultimatum lautet: Gehen Sie, oder wir finden und entfernen Sie. Kreitmayrs Botschaft ist sicher auch Ergebnis zunehmenden Drucks. Die Sorge, dass es sich am Ende doch nicht nur um Einzelfälle handelt, steht im Raum.

          Er ist aber auch Ausdruck des Selbstbewusstseins einer Armee, die inzwischen 65 Jahre lang – bei allen Mängeln – die Freiheit Europas gemeinsam mit den Verbündeten garantiert. Und deren Soldaten keinen Vergleich mit früheren Generationen zu scheuen brauchen. Auf Nazis und Wehrmachtsnostalgiker kann diese Bundeswehr getrost verzichten.

          Lorenz Hemicker
          Redakteur in der Politik

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