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Kritik von Friedrich Merz : Scholz verteidigt Merkel

  • Aktualisiert am

Bundesfinanzminister Olaf Scholz und Kanzlerin Angela Merkel Bild: AFP

Der mögliche künftige SPD-Chef stellt sich im Streit mit Friedrich Merz an die Seite der Kanzlerin. „Es spricht nicht für jemanden, wenn einfach faktenfrei rumgepöbelt wird.“

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          Finanzminister Olaf Scholz (SPD) hat Kanzlerin Angela Merkel (CDU) vor der harten Kritik von Ex-Unionsfraktionschef Friedrich Merz in Schutz genommen. Der CDU-Politiker hatte das Erscheinungsbild der Bundesregierung als „grottenschlecht“ bezeichnet und vor allem Merkel als führungsschwach und untätig attackiert. Vizekanzler Scholz bezeichnete das in der „Süddeutschen Zeitung“ vom Donnerstag als „unangemessen“ gegenüber Merkel. „Und es spricht nicht für jemanden, wenn einfach faktenfrei rumgepöbelt wird“, fügte der SPD-Politiker hinzu.

          Die aktuellen Personaldebatten in der Union wollte Scholz nicht bewerten. „Wir haben uns sehr gefreut, dass die Union sich nicht ununterbrochen in unsere inneren Angelegenheiten eingemischt hat. Das werden wir mit fairer Münze zurückzahlen“, betonte Scholz.

          Absage an Neuauflage der großen Koalition

          Mit Blick auf die eigene Partei und den anstehenden Parteitag im Dezember betonte der Kandidat für den SPD-Vorsitz: „In gut vier Wochen ist die Führungsfrage in der SPD geklärt“. Im Rennen um den Parteivorsitz sind noch zwei Duos übrig geblieben: die Befürworter der großen Koalition Olaf Scholz und Klara Geywitz gegen die Skeptiker Norbert Walter-Borjans und Saskia Esken.

          Scholz bejahte die Frage, ob seine Zusage stehe, seine Partei nicht abermals in eine Koalition mit der Union zu führen. „Deutschland braucht eine Regierung ohne CDU und CSU. Man merkt doch, wie die Union wie Mehltau über der Republik liegt“, sagte der Vizekanzler.

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