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Kritik am Gendern : Es geht nicht nur um Gerechtigkeit

Christoph Ploß ist Abgeordneter der CDU aus Hamburg und Mitglied im Europaausschuss des Bundestages. Bild: dpa

Der Bundestagsabgeordnete Christoph Ploß will das Gendern in der Verwaltung verbieten. Das soll seiner Karriere helfen – aber auch der CDU im Wahlkampf.

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          Christoph Ploß will noch etwas werden in der Politik. Er hat dazu alle Chancen mit seinen 35 Jahren. Bundestagsabgeordneter ist er schon, seit 2017. Auch Landesvorsitzender zu Hause in Hamburg. Er zählt zu den jungen Konservativen in seiner Partei. So will er auch die Hamburger CDU ausrichten, ein Wagnis, aber die Hamburger CDU hat sowieso nichts zu verlieren, seit sie aus dem Rathaus gefegt wurde. Wäre es nicht so, hätten Junge wie er nicht so viele Chancen.

          Ploß ist ein politisches Talent, fraglos. Er ist sich nicht zu schade, beinahe jede Woche aus seinem offenbar unendlich großen Köcher einen mehr oder minder angespitzten Pfeil mit irgendwelchen Forderungen an den Federn abzuschießen. Ob er trifft oder nicht – nicht so wichtig, Hauptsache, man beachtet die Eleganz und den Mut des Schützen. Verkehrstote, Aufhebung der Maskenpflicht, Wasserstoff und Klimaschutz, es geht kreuz und quer, immer aber ziemlich laut, provozierend laut, wie seine Kritiker finden.

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