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Kriminalität : Mehr als 20 junge Männer belästigen Mädchen

  • Aktualisiert am

Polizisten im Einsatz wie hier in Stuttgart im Januar Bild: dpa

Eine Gruppe von Männern mit Migrationshintergrund soll in einem Kieler Einkaufszentrum drei Mädchen aufgelauert und sie bedrängt haben. Als die Polizei eintrifft, kommt es zu unschönen Szenen.

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          Eine Gruppe von rund 20 Männern mit Migrationshintergrund hat am frühen Donnerstagabend in einem Kieler Einkaufszentrum drei junge Frauen belästigt und verfolgt. Der Vorfall ereignete sich in der Nähe des Hauptbahnhofs, wie die Polizei am Freitag berichtete. Zunächst hätten zwei Afghanen die Mädchen im Alter von 15, 16 und 17 Jahren beobachtet, bis zu einem Restaurant verfolgt und dort mit Mobiltelefonen gefilmt. Anschließend sollen die Männer diese Fotos und Videos mit ihren Mobiltelefonen verschickten haben. Wenig später stießen 20 bis 30 weitere Männer mit Migrationshintergrund dazu. Die Belästigungen wurden intensiver.

          Aus Angst flohen zwei der drei Frauen. Ihnen gelang es, ihre gut zehn Verfolger abzuschütteln. Weil sie sich Sorgen um ihre zurückgelassene Freundin machten, kehrten sie zurück zum Restaurant. Dort warteten die zwei Afghanen immer noch, setzten sich direkt neben die Mädchen und belästigten sie weiter. Durch besorgte Beobachter wurde der Wachdienst des Restaurants verständigt, der dann die Polizei alarmierte. Nach erstem Ermittlungsstand kam es anders als bei den Silvesterattacken in Hamburg und Köln aber nicht zu körperlichen Übergriffen.

          Als die Polizei vor Ort eintraf, kam es zu massiven Beleidigungen, Bedrohungen und Handgreiflichkeiten gegenüber den Beamten. Es gelang den Polizisten dennoch, die beiden Afghanen sowie zwei weitere Tatverdächtige festzunehmen. Die beiden Haupttäter wurden daraufhin auf ein Kieler Polizeirevier gebracht. Dort ging es weiter mit massiven Beleidigungen, Bedrohungen und Körperverletzungen. Die Beamten blieben aber dienstfähig. Auch der Polizeiarzt wurde während der angeordneten Untersuchung bedroht und beleidigt.

          Es wurden Anzeigen gegen alle vier Männer erstattet. Landesinnenminister Stefan Studt zeigte sich betroffen. Es sei nicht hinnehmbar, an einem öffentlichen Ort so belästigt zu werden, sagte der SPD-Politiker. Sein ganzes Mitgefühl gelte den Mädchen. „Das ist schon wirklich ein wahnsinniger Eingriff, eine wahnsinnige Belastung für die Mädchen, eine wahnsinnige Belastung für die Familien.“

          In Berlin stimmte der Bundesrat am Freitag einer erleichterten Ausweisung straffälliger Ausländer zu. Die Neuregelung ist auch eine Reaktion auf die Kölner Silvesternacht, in der es zu zahlreichen Straftaten und massenhaften sexuellen Übergriffen auf Frauen gekommen war.

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