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Krim-Krise : Gauck sieht keinen Grund für Kriegsangst

  • Aktualisiert am

Rät zur Ruhe in der Krise: Bundespräsident Gauck spricht über Krim-Konflikt Bild: dpa

Bundespräsident Gauck lobt das Krisenmanagement der Kanzlerin. Die Deutschen ruft er in der Sendung „Beckmann“ zur Besonnenheit im Konflikt mit Russland auf.

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          Bundespräsident Joachim Gauck hat die Deutschen angesichts des Konflikts in der Ukraine zu Besonnenheit aufgerufen. „Die Lage ist kritisch. Aber sie ist nicht dazu angetan, dass die Menschen, die in Deutschland oder Europa leben, Kriegsängste bekommen“, sagte er in der ARD-Sendung „Beckmann“ am Donnerstagabend. „Sorgen sollen wir uns schon machen. Wir dürfen ja nicht einfach zuschauen, wenn Machtpolitik wieder instrumentalisiert wird.“

          Keine Parallele zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs

          Die Gefahr eines Flächenbrands ähnlich wie beim Ausbruch des Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren sieht Gauck nicht: „Wir haben jetzt nicht diesen nationalistischen Eifer, den es 1914 in jedem Land gab. Jedes Land wollte diese nationale Karte spielen, hatte sich hochgerüstet, wartete auf ein reinigendes Gewitter, von dem man sich Vorteile versprach.“ Eine solche Gesinnung und Stimmung gebe es heute weder in der Bevölkerung noch in der Politik der west- und mitteleuropäischen Länder, sagte Gauck.

          Gauck lobte das Krisenmanagement von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Außenminister Frank-Walter Steinmeier(SPD) im Krim-Konflikt. „Wir tun genau das, was ich richtig finde: dass wir nicht einfach von fern zuschauen und sagen, lass die mal machen.“ Beide Politiker nutzten vielmehr die „Möglichkeit, Verhandlungen und Gesprächsfäden noch am Leben zu erhalten“.
            
           Gauck fügte hinzu, er habe das „Gefühl, dass unsere Regierung alles Mögliche tut, um in Richtung Osten zu sagen: ’Schaut her, Euer Weg ist nicht der richtige’.“

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