https://www.faz.net/-gpf-a6hn3

Öffentliches Leben lahmlegen : Kretschmann erwartet Lockdown kommende Woche

  • Aktualisiert am

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann Bild: dpa

Die Anzeichen für einen echten Lockdown noch vor Weihnachten mehren sich. Das soll auch Konsens einer Corona-Schalte mit Merkel und den Ministerpräsidenten der Union gewesen sein. Auch der Grüne Winfried Kretschmann nahm daran teil.

          1 Min.

          Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten von CDU und CSU sind nach Darstellung des baden-württembergischen Regierungschefs Winfried Kretschmann für einen bundesweiten Lockdown noch vor Weihnachten. „Da muss sich unsere Gesellschaft auf einen harten Lockdown einstellen, und so wie es sich abzeichnet, eher vor Weihnachten und nicht erst nach Weihnachten“, sagte Kretschmann nach einer Corona-Schalte mit Merkel und den Ministerpräsidenten der Union. Aus weiteren Teilnehmerkreisen hieß es, das sei die allgemeine Haltung der Runde gewesen.

          Kretschmann sagte beim Grünen-Landesparteitag in Reutlingen zum Beginn des bundesweiten Lockdowns: „Alle müssen damit rechnen, dass das schon kommende Woche beginnt, wo wir das gesellschaftliche Leben weitgehend stilllegen werden.“ Die endgültige Entscheidung werde bei der Ministerpräsidentenkonferenz an diesem Sonntag fallen.

          Auch aus einzelnen SPD-geführten Bundesländern vernehme er Zustimmung zu einem echten Lockdown schon vor Weihnachten, so Kretschmann. Die stark steigenden Infektionszahlen ließen den Ministerpräsidenten keine Wahl, sagte Kretschmann, der im Südwesten eine grün-schwarze Regierung führt und deshalb an bestimmten Runden der Unions-Ministerpräsidenten teilnimmt.

          Erwartet wird, dass in einem Lockdown neben Schulen und Kitas auch der Einzelhandel bis auf wenige Ausnahmen wie Supermärkte schließen wird. Es würde damit eine Situation ähnlich derjenigen im Frühjahr entstehen.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Auf Tour in Berlin: CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet nach seinem Auftritt beim Tag der Deutschen Familienunternehmen

          Bundestagswahl 2021 : CDU will Betriebe steuerlich schonen

          Das Wahlprogramm der Union gewinnt erste Konturen mit einem Belastungsdeckel für Unternehmen. Offen ist, wie Mehrausgaben für Klima und Soziales zur Schuldenbremse passen.

          Wahlkampf mit Euro und EU : Marine Le Pen auf dem Vormarsch

          Forderungen nach einem Austritt aus dem Euro und der EU gehören nicht mehr zum Programm der polarisierenden Französin. Warum Le Pen vor den Präsidentschaftswahlen im kommenden Jahr wieder Hochkonjunktur hat.
          Eine Schulklasse im Ortsteil Britz in Berlin-Neukölln: Lehrer werden in der Hauptstadt seit 2004 nicht mehr verbeamtet.

          Keine Verbeamtung : Warum viele Lehrer Berlin verlassen

          Seit 2004 werden Lehrer in Berlin nicht mehr verbeamtet. Viele junge Lehrer suchen sich deshalb nach dem Studium einen anderen Arbeitsort. Jetzt schlagen die Schulleiter Alarm.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.