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Kretschmann im Interview : „Bei dem Beschluss ist mir ein bisschen mulmig“

Einsamer Entscheider: Winfried Kretschmann im virtuellen F.A.S.-Gespräch. Bild: Patrick Junker

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann sieht sich mit seiner konservativen Corona-Strategie im Recht. Aber er gesteht auch eigene Fehler beim Pandemie-Management ein.

          6 Min.

          Herr Ministerpräsident, die Runde von Bund und Ländern hat nun doch etwas weitreichendere Lockerungen beschlossen als zunächst vorgesehen. Warum wurde so lange darum gerungen?

          Morten Freidel
          Redakteur in der Politik der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung
          Rüdiger Soldt
          Politischer Korrespondent in Baden-Württemberg.

          Weil wir in einer paradoxen Situation sind. Wir haben einen sehr starken Öffnungswunsch in großen Bereichen der Gesellschaft. Der Lockdown dauert schon sehr lange, die Ermüdungserscheinungen sind unübersehbar, die Kollateralschäden werden immer sichtbarer.

          Zugleich steigen aber die Infektionszahlen wieder an, wenn auch langsam. Das alles passiert vor dem Hintergrund neuer Virusmutanten, die noch ansteckender sind. Unsere Politik ist eine Gratwanderung. Hinzu kommt unsere Kanzlerin, die sehr streng ist.

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