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Krawalle in Köln : Hooligans entschuldigen sich – ein bisschen

Hooligans randalieren am 26. Oktober in der Kölner Innenstadt Bild: Reuters

In einer Stellungnahme entschuldigen sich die Hooligans lapidar für die Ausschreitungen in der Kölner Innenstadt: Es sei „nicht optimal“ gelaufen. Dafür schieben sie auch der Polizei die Schuld zu.

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          Eine Woche nach den schweren Ausschreitungen von Hooligans und Rechtsextremisten in Köln hat sich die Vereinigung „Hooligans gegen Salafisten“ (HoGeSa) erstmals zu den Vorfällen mit mehr als 40 Verletzten geäußert. In einer auf ihrer Internetseite veröffentlichten Stellungnahme erklären die Hooligans lapidar, dass „in Köln nicht alles optimal“ gelaufen sei. Die Mitglieder der „HoGeSa“ hätten aus ihren Fehlern gelernt und würden die von den Krawallen Betroffenen und Verletzten um Entschuldigung bitten.

          Sebastian Reuter
          Leitender Redakteur vom Dienst.

          In ihrer Stellungnahme reduzieren die Hooligans ihre Schuld an den Ausschreitungen während des Protestmarsches allerdings auf ein Minimalmaß und zeigen mit dem Finger auf andere Gruppierungen und die Polizei. So hätten sich bei der Straßenschlacht in der Kölner Innenstadt am 26. Oktober „weniger als zehn Prozent der Teilnehmer nicht ordnungsgemäß verhalten“.

          „Wir sind das Volk“

          Zu erwähnen sei laut den Hooligans auch, „dass die Polizei sich nicht immer korrekt verhalten hat“. Zudem seien zahlreiche Raketen, Steine und Feuerwerkskörper von anderen Beteiligten geworfen und gezündet worden.

          In der rechtsextremen Szene wurden die Gewaltproteste in Köln, bei denen 44 Polizisten verletzt und zahlreiche Autos und Gebäude beschädigt wurden, als neue Demonstration der Macht gegenüber dem Staat und linken Parteien gewertet. Zwar erklären die Hooligans in ihrer Stellungnahme, sie würden rechte Gruppen wie die NPD sowie „prinzipiell andere Parteien“ ablehnen - doch eine klare Abgrenzung gegenüber Rechtsextremismus, Ausländerhass und Fremdenfeindlichkeit bleibt aus. Stattdessen die Ansage: „Wir sind das Volk.“

          Darüber hinaus leugnen die Hooligans eine Beteiligung an einer ursprünglich für den 15. November in Berlin angemeldeten Demonstration. Diese sei nicht von „HoGeSa“ ins Leben gerufen worden: „Wir distanzieren uns von dieser Demo, denn es wird zu Gewalt aufgerufen.“ Nach Angaben der Berliner Behörden ist die Anmeldung für die Demonstration mittlerweile für ungültig erklärt worden, da wahrscheinlich ein falscher Name in dem Online-Formular eingetragen wurde.

          Wie der NDR berichtet, habe die „HoGeSa“ nun allerdings für den 15.11. einen Protest in Hannover geplant, der unter dem Motto „Europa gegen den Terror des Islamismus“ stattfinden soll. Auch die Hooligans nennen auf ihrer Internetseite dieses Datum als Zeitpunkt ihrer nächsten Demonstration.

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