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Krawalle in Hamburg : Offenbar deutlich weniger verletzte Polizisten nach G-20-Gipfel

  • Aktualisiert am

Einsatz in Hamburg: Die Zahl der verletzten Polizisten ist offenbar niedriger als bisher angenommen. Bild: dpa

Bei den Einsätzen rund um den G-20-Gipfel wurden nach Angaben der Polizei über 470 Beamte verletzt – zwei davon schwer. Doch die Zahl ist offenbar deutlich niedriger als bisher angenommen.

          Die Zahl der bei den Krawallen während des G-20-Gipfels verletzten Polizisten ist laut mehreren Medienberichten deutlich niedriger als bislang angenommen. Demnach wurden in der sogenannten heißen Einsatzphase vom 6. bis 9. Juli 231 Polizisten verletzt, hieß es unter Berufung auf Ergebnisse einer Umfrage unter den 16 Landespolizeibehörden sowie der Bundespolizei. Als erstes hatte das Internetportal „Buzzfeed“ über die neuen Zahlen berichtet.

          Die bislang von den Behörden genannte Zahl von 476 Polizisten bezieht sich demnach auf die gesamte Einsatzphase vom 22. Juni bis zum 10. Juli. Davon seien 21 Beamte so erheblich verletzt worden, dass sie am nächsten Tag noch nicht wieder diensttauglich waren. Insgesamt zwei Beamte seien schwer verletzt worden, beide gehören demnach der Bundespolizei an.

          Ein Teil der gemeldeten Verletzungen ging den Berichten zufolge nicht auf Gewalteinwirkung zurück, sondern in mehreren Dutzend Fällen auf Dehydrierung und Kreislaufprobleme bei Einsätzen in großer Hitze oder anderen Vorfällen am Rande des Einsatzgeschehens. Von der Hamburger Polizei war auf Anfrage am Samstag zunächst keine Stellungnahme zu den in den Berichten genannten Zahlen zu erhalten.

          Während des G-20-Gipfels war es zu schweren Ausschreitungen gekommen. Dabei gingen einige Demonstranten mit Pyrotechnik, Pflastersteinen und Zwillen mit Stahlkugeln gegen Beamte vor. Gewaltvorwürfe auch gegen die Polizei wiesen die Hamburger Behörden zurück.

          Zerstörter Drogeriemarkt wiedereröffnet

          Die bei den G-20-Krawallen zerstörte Drogerie-Filiale im Hamburger Schanzenviertel ist am Samstag provisorisch wiedereröffnet worden. „Wir sind stolz, was wir in einer Woche geschafft haben“, sagte der Geschäftsführer der Drogeriekette Budnikowsky, Christoph Wöhlke. Die Stimmung sei sehr gut. Zunächst steht etwa ein Drittel der Ladenfläche und eine eingeschränkte Auswahl an Produkten zur Verfügung.

          Vor einer Woche zerstört und geplündert, jetzt provisorisch wiedereröffnet: Budniskowsky-Filiale im Schulterblatt in Hamburg.

          In der Filiale in der Straße Schulterblatt waren nicht nur die Verkaufsräume, sondern auch die dahinter liegenden Büroräume zerstört worden – der Laden wird daher komplett renoviert. Bis zur vollständigen Neueröffnung könnte es noch sechs bis acht Wochen dauern, wie Wöhlke schätzte.

          Hinweis: In einer früheren Version dieses Artikels fehlte der Verweis auf die Recherche des Internetportals „Buzzfeed“. Dies ist nun korrigiert.

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