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Merkel soll bis 2021 bleiben : Kramp-Karrenbauer will nicht am Stuhl der Kanzlerin sägen

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Annegret Kramp-Karrenbauer (l) scheint eine harmonische Beziehung mit der Kanzlerin zu pflegen. Bild: EPA

Eine Gruppe von CDU-Politikern würde Angela Merkel lieber heute als morgen loswerden und durch die neue Parteichefin ersetzen. Diese hat jedoch überhaupt keine Eile auf dem Weg ins Kanzleramt.

          In der Debatte um einen vorzeitigen Wechsel im Kanzleramt hat sich CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer für einen Verbleib von Angela Merkel (CDU) bis zum Ende der Legislaturperiode ausgesprochen. Sowohl die Bevölkerung allgemein als auch die CDU-Mitglieder wollten, „dass die Bundeskanzlerin bleibt“, sagte Kramp-Karrenbauer am Freitag in einem Interview mit RTL Aktuell. „Im Übrigen ist das auch mein Wunsch“, betonte sie.

          Die CDU-Vorsitzende verwies auf die von Merkel erklärte Bereitschaft, bis zum Ende der Legislaturperiode die Aufgabe, für die sie gewählt worden sei, auch zu erfüllen. „Das ist die Geschäftsgrundlage, auf der wir auch arbeiten“, sagte Kramp-Karrenbauer. Mit Blick auf mögliche vorgezogene Neuwahlen sagte sie, es sei ihre Aufgabe als Parteivorsitzende, dafür zu sorgen, dass die CDU inhaltlich, personell und organisatorisch in der Lage sei, Wahlen so zu gestalten und zu gewinnen, „dass wir einen Regierungschef, eine Regierungschefin stellen können“.

          Kürzlich waren aus den Reihen der CDU Forderungen nach einem raschen Machtwechsel im Kanzleramt laut geworden. Der Vorsitzende der konservativen Werteunion, Alexander Mitsch, hatte Merkel aufgerufen, ihr Amt bald an Kramp-Karrenbauer abzutreten.

          Der ARD-„Deutschlandtrend“ vom Donnerstag ergab, dass die Mehrheit der Deutschen Merkel bis 2021 im Amt sehen will. 59 Prozent der Befragten waren dafür, 37 Prozent waren der Ansicht, sie sollte vorzeitig für einen Nachfolger oder eine Nachfolgerin Platz machen.

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