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Annegret Kramp-Karrenbauer : Was man von Helmut Kohl lernen kann

  • -Aktualisiert am

Bundeskanzler Helmut Kohl, der „Kanzler der Einheit“ nimmt am 05.09.1990 während einer Wahlkampfveranstaltung in Heiligenstadt in Thüringen ein Bad in der Menge. Bild: dpa

Er war nicht nur Kanzler der Einheit, sondern ist auch der einzige Kanzler mit dem Titel „Ehrenbürger Europas“. All diese Verdienste waren hart erkämpft – mit Mut, Entschlossenheit und der Helmut Kohl eigenen Portion Gottvertrauen. Sein Vermächtnis bleibt Auftrag für die Zukunft. Ein Gastbeitrag.

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          Als ich 1981 in die CDU eintrat, da war Helmut Kohl seit acht Jahren Vorsitzender dieser Partei. Damals, vor 37 Jahren, ahnte ich nicht, dass er ein Jahr später deutscher Bundeskanzler werden würde; damals ahnte niemand, dass er weitere 17 Jahre Parteivorsitzender sein würde, dass er als Kanzler der Einheit in die Geschichte eingehen würde, dass er Europa einen und die Grenzen auf unserem Kontinent niederreißen würde, dass er sich höchstes Ansehen bei unseren amerikanischen Partnern und in aller Welt erwerben und als einziger Regierungschef den Titel „Ehrenbürger Europas“ verliehen bekommen würde. All das, was uns heute selbstverständlich erscheint, folgte keinem Automatismus. All das war hart erkämpft – mit Mut, Entschlossenheit und der Helmut Kohl eigenen Portion Gottvertrauen.

          Als vor einem Jahr die Nachricht von Helmut Kohls Tod um die Welt ging, da gab es einen Moment des Innehaltens – für mich ganz persönlich und für die gesamte CDU Deutschlands. Es war auch ein Moment des Innehaltens in Deutschland, in Europa und in vielen Teilen der Welt. Da ist einer gegangen, der Großes geschaffen und vieles bewegt hat. Der Tod Helmut Kohls hat uns allen nochmals vor Augen geführt, was politische Schaffenskraft zu gestalten imstande ist.

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