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Extremismus in der Bundeswehr : Kramp-Karrenbauer lässt KSK durchleuchten

Annegret Kramp-Karrenbauer, CDU-Bundesvorsitzende und Verteidigungsministerin Bild: dpa

Die Verteidigungsministerin stellt eine ranghohe Arbeitsgruppe zusammen. Sie soll binnen eines Monats vorschlagen, wie das Kommando Spezialkräfte extremismusfest werden kann.

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          Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) will das Kommando Spezialkräfte (KSK) der Bundeswehr nach den jüngsten Extremismusfällen intensiv durchleuchten lassen. Die Verteidigungsministerin hat dazu eine Arbeitsgruppe eingesetzt. Ihr sollen dem Vernehmen nach eine ganze Reihe ranghoher Mitglieder angehören. Aus dem Ministerium selbst sind das Generalinspekteur Eberhard Zorn und der Staatssekretär im Verteidigungsministerium, Gerd Hoofe. Hinzu kommen aus der Bundeswehr Heeresinspekteur Alfons Mais und KSK-Kommandeur Markus Kreitmayr. Von Seiten des Parlaments gehört die Wehrbeauftragte Eva Högl (SPD) der Gruppe an. Die Verteidigungsministerin selbst gehört der Gruppe nicht an.

          Aus parlamentarischen Kreisen hieß es, dass die Gruppe bis zur übernächsten Sitzungswoche des Bundestags Vorschläge für Maßnahmen und strukturelle Veränderungen im KSK vorlegen sollten. Kreitmayr hatte in einem Brief mutmaßliche Extremisten in seinem Verband ultimativ dazu aufgefordert, die Streitkräfte zu verlassen.

          Im Verteidigungsministerium herrscht dem Vernehmen nach ernsthafte Betroffenheit angesichts des jüngsten Falls im KSK, bei dem Mitte Mai das Waffenlager eines langjährigen Angehörigen des Kommandos ausgehoben worden war. Dabei waren auch Nazi-Devotionalien gefunden worden. Besondere Sorge bereitet bundeswehrintern offenbar vor allem, dass Teile der Munition aus eigenen Beständen stammen. Da in den Streitkräften das Mehraugenprinzip herrscht, stellt sich die Frage, wie der Verdächtige sich ihrer bemächtigen konnte und ob er über Mitwisser verfügte.

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