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Meinung der CDU-Vorsitzenden : Christliche Politik kann es nicht geben

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Warnt vor dem erhobenen moralischen Zeigefinger im Zusammenhang mit der christlichen Botschaft: die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer Bild: dpa

Sie sei zwar „Christdemokratin mit Leib und Seele“, schreibt die CDU-Vorsitzende Kramp-Karrenbauer in einem Zeitungsbeitrag. Sie rate aber davon ab, die christliche Botschaft „mit dem erhobenen moralischen Zeigefinger“ zu verbinden.

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          Die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer glaubt nicht an die Existenz einer christlichen Politik. Sie sei zwar „Christdemokratin mit Leib und Seele“, schrieb Kramp-Karrenbauer in einem am Mittwoch vorab veröffentlichten Gastbeitrag für die „Zeit“-Beilage „Christ&Welt“. „Aber ich weise von mir, eine christliche Politik zu machen.“

          Sie fügte hinzu: „Die christliche Botschaft kennt keine christliche Politik.“ Die Botschaft des Christentums könne Politikern Orientierung geben, schrieb die Parteichefin. Diese Botschaft könne konkreten Entscheidungen eine Richtung geben, aber sie könne konkrete Entscheidungen nicht ersetzen. „Deshalb kann es christliche Politiker geben, aber keine christliche Politik.“

          Die christliche Botschaft mache gläubige Politiker außerdem nicht zu besseren Menschen, fügte die Katholikin hinzu. Sie rate immer zur Vorsicht, wenn die christliche Botschaft verbunden werde mit dem erhobenen moralischen Zeigefinger. „Erst recht ist diese Vorsicht im politischen Raum geboten“, schrieb sie. „Auch christliche Politiker müssen mit ihren Überzeugungen in den politischen Wettstreit eintreten.“ Kramp-Karrenbauer ist Mitglied im Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK).

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