https://www.faz.net/-gpf-a5q8d

Laschet, Merz und Röttgen : Kramp-Karrenbauer beklagt ruinösen Wettbewerb um CDU-Vorsitz

  • Aktualisiert am

CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer Bild: dpa

Die scheidende CDU-Vorsitzende glaubt, dass der harte Kampf um ihre Nachfolge auf die Partei zurückfällt. Davor habe sie immer gewarnt.

          1 Min.

          Die scheidende CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer hat den Bewerbern um ihre Nachfolge vorgeworfen, mit einem zerstörerischen Wettbewerb der Partei geschadet zu haben. „Die Partei hat bei dieser Diskussion gespürt, dass aus diesem fairen Rennen ein ruinöser Wettbewerb geworden ist. Und dieser ruinöse Wettbewerb fällt zuallererst auf die Kandidaten selbst zurück, aber auch auf die CDU“, sagte sie der „Augsburger Allgemeinen“ vom Samstag. „Deshalb habe ich immer davor gewarnt.“

          Bewerber sind Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet, der Wirtschaftspolitiker Friedrich Merz und der Außenpolitiker Norbert Röttgen. Im Ringen um die Verschiebung des anstehenden Parteitags hatte vor allem Merz mit Laschet einen offenen Streit ausgefochten, mit teils persönlichen Angriffen. Kramp-Karrenbauer forderte alle drei abermals auf, sich auch bei einer Niederlage in den Dienst der Partei zu stellen. „Das ist die klare Erwartung der Mitglieder. Wir befinden uns im Januar schon im Wahljahr“, sagte sie.

          Kramp-Karrenbauer warnte zudem vor einem zu rückwärtsgewandten Wahlkampf: „Die CDU hat sich in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten sehr stark weiterentwickelt. Sie ist heute eine andere Partei als sie das vor 10 oder 20 Jahren war, auch, weil wir heute eine andere Gesellschaft haben.“ Sie müsse „Antworten geben auf die Fragen aus dem Jahr 2021 und nicht auf die aus den 80er Jahren“.

          Weitere Themen

          Laschet: Die CDU braucht keinen „CEO“

          Seitenhieb gegen Merz : Laschet: Die CDU braucht keinen „CEO“

          Auf dem CDU-Parteitag teilt Armin Laschet eine Spitze gegen Friedrich Merz aus. Der gibt sich davon unbeeindruckt und schließt jegliche Zusammenarbeit mit der AfD aus. Norbert Röttgen scheitert im ersten Wahlgang.

          Topmeldungen

          Die Impfung ist nicht die einfache schnelle Lösung in der jetzigen Krise: Impfzentrum in der Festhalle in Frankfurt am Main

          Impfstrategie : Mit Privilegien ist keine Pandemiepolitik zu machen

          In den Vereinigten Staaten verfolgt Joe Biden eine klar wissenschaftsgeleitete Strategie in der Pandemiebekämpfung. Auch die deutsche Politik sollte davon nicht abgehen. Was hat die Regierung jetzt für Möglichkeiten?
          Spät zum Sympathieträger geworden: George W. Bush (Aufnahme von 2017)

          Positionierung gegen Trump : Plötzlich sieht George W. Bush gut aus

          Zwei der umstrittensten Politiker der vergangenen Jahrzehnte werden plötzlich mit Lob überschüttet: George W. Bush und Dick Cheney. Weil sie sich gegen Trump positionieren. Manche sehen die Republikaner schon auf dem Weg der Heilung.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.