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CDU-Generalsekretärin : Kramp-Karrenbauer: Antisemitismus an allen Ecken und Enden in AfD

  • Aktualisiert am

Wird deutlich: CDU-Generalsekretärin Annegret Kamp-Karrenbauer Bild: dpa

Für die CDU-Generalsekretärin gibt es AfD-Abgeordnete, die „eine Bedrohung für jüdisches Leben in Deutschland“ seien. Laut Annegret Kamp-Karrenbauer ist Antisemitismus aber längst nicht nur bei Rechtspopulisten weit verbreitet.

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          CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer hat der AfD vorgeworfen, „Antisemitismus in die Parlamente“ zu bringen. „Alte Nazis, Neonazis und Rechtspopulisten. Sie sehen den Menschen nicht in seiner Würde als Individuum. Diese Leute sind eine Bedrohung für jüdisches Leben in Deutschland“, schrieb Kramp-Karrenbauer in einem Gastbeitrag für die „Bild am Sonntag“. Die „Rattenfänger“ der AfD würden zwar versprechen, jüdisches Leben in Deutschland schützen zu wollen. Allerdings gebe es in der Partei „an allen Ecken und Enden Antisemitismus“.

          Scharf verurteilte Kramp-Karrenbauer in ihrem Gastbeitrag auch Boykottaufrufe gegen Israel. „Der Antisemitismus kommt unter dem Deckmantel der Israel-Kritik daher. Linke und linksextreme Antisemiten sprechen von vermeintlich legitimer Israelkritik aber verneinen das Existenzrecht Israels. Die Aktivisten der BDS-Bewegung (Boycott, Divestment and Sanctions) haben ’Kauft nicht bei Juden’ in linken Kreisen salonfähig gemacht. Wir müssen eine Grenze ziehen.“

          Die CDU-Generalsekretärin fordert in der „Bild am Sonntag“ auch ein härteres Vorgehen gegen antisemitische Vorfälle. „Judenfeindlichkeit wird in Moscheen gepredigt, läuft über Fernsehbildschirme und YouTube-Clips und wird auf Schulhöfen gelebt. Wenn wir in der Vergangenheit zu wenig auf dieses Problem geschaut haben, dann werden wir dies verstärkt tun müssen. Bei denen, die kommen, und bei denen, die schon hier sind.“

          Kramp-Karrenbauer schrieb den Gastbeitrag anlässlich einer Aktionswoche des CDU-Bundesvorstands unter dem Motto „Von Sabbat zu Sabbat - Gemeinsam gegen Antisemitismus“ vom 25. Mai bis 2. Juni. Dabei sollte auf die „Vielfalt des jüdischen Lebens“ in Deutschland hingewiesen werden. Bereits vor zwei Wochen hatten CDU und CSU beschlossen, ein gemeinsames jüdisches Forum in der Union zu gründen.

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