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Wohlfahrtsverband : Kostenlose Bahnfahrten auch bei Freiwilligendienst gefordert

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Der Wohlfahrtsverband fordert kostenlose Bahntickets auch für Menschen in Freiwilligendiensten. Bild: dpa

Der Paritätische Gesamtverband kritisiert, dass Berufssoldaten freie Fahrten bekommen. Besser sollten junge Menschen in Freiwilligendiensten kostenlose Tickets erhalten, die für „400 Euro im Monat echten Einsatz für unser Gemeinwesen leisten“.

          Vor dem Hintergrund kostenloser Bahnfahrten für Soldaten fordert der Paritätische Gesamtverband dies auch für alle Menschen, die einen Freiwilligendienst leisten. „Wenn schon von Freifahrten gesprochen wird, sollte die Bundesregierung ihren Blick besser auf die 100.000 überwiegend jungen Menschen in den Freiwilligendiensten richten, die hier für ein Taschengeld von maximal 400 Euro im Monat echten Einsatz für unser Gemeinwesen leisten“, sagte Hauptgeschäftsführer Ulrich Schneider der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Diese hätten eine solche Anerkennung verdient und bräuchten sie auch dringend materiell.

          Vor kurzem war beschlossen worden, dass Bundeswehrsoldaten in Uniform ab 1. Januar 2020 kostenlos Züge der Deutschen Bahn nutzen dürfen. Die Bahn bekommt von der Bundeswehr eine pauschale Vergütung. Das Vorhaben war seit längerem von Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) und CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt vorangetrieben worden. Die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer griff die Forderung nach ihrem Amtsantritt als Verteidigungsministerin auf. Sie argumentiert, Bundeswehrsoldaten würden „Respekt und Dank“ verdienen.

          Schneider kritisierte die neue Regelung für Soldaten. „Wir haben keine Wehrpflichtigen mehr.“ Dass diese früher Freifahrten zwischen Wohnort und Kasernen bekommen hätten, sei nur sachgerecht gewesen. Man habe es heute aber mit einer Berufsarmee zu tun, und es gebe keinen wirklichen Grund, einer bestimmten Berufsgruppe das Privileg freier Bahnfahrten zu gewähren.

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