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Korruptionsvorwürfe : Regensburger Oberbürgermeister muss Amt vorerst niederlegen

  • Aktualisiert am

Joachim Wolbergs (SPD) Bild: dpa

Vorwurf der Bestechlichkeit: Der Regensburger Oberbürgermeister, seit zehn Tagen in Untersuchungshaft, soll vorläufig sein Amt niederlegen. Das gibt einen Hinweis, in welche Richtung sich das Verfahren entwickelt.

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          Der unter Korruptionsverdacht stehende Regensburger Oberbürgermeister Joachim Wolbergs (SPD) ist vom Dienst enthoben worden. Die Entscheidung sei vorläufig, teilte die Landesanwaltschaft Bayern am Freitag in München mit. Solch eine Dienstenthebung könne ausgesprochen werden, wenn „mit überwiegender Wahrscheinlichkeit“ von einer Entfernung eines Verdächtigen aus dem Beamtenverhältnis zu rechnen sei. Dies sei bei Wolbergs der Fall.

          Die Ermittlungsbehörde begründete ihre Ermessensentscheidung damit, dass der Schritt wegen der bereits eingetretenen Beschädigung des Amts des Oberbürgermeisters und des damit verbundenen Ansehensverlusts für die Stadt Regensburg angemessen sei. So solle weiterer Schaden vom Amt und von der Stadt abgewendet werden. Ob Wolbergs nun auch auf seine Bezüge verzichten muss, werde gesondert entschieden.

          Wolbergs sitzt seit zehn Tagen in Untersuchungshaft. Er soll von einem Bauunternehmer im Zusammenhang mit Bauvorhaben bestochen worden sein. Schon länger war bekannt, dass der Unternehmer große Summen an die Regensburger SPD spendete. Inzwischen geht es auch darum, dass Wolbergs selbst profitiert haben soll. Auch gegen Wolbergs Vorgänger Hans Schaidinger (CSU) wird wegen des Vorwurfs der Bestechlichkeit ermittelt.

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