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Korruptionsverdacht : Bericht: Wohl kein Prozess gegen Wulff

  • -Aktualisiert am

Bleibt Christian Wulff ein Strafprozess erspart? Bild: dpa

Alt-Bundespräsident Christian Wulff bleibt nach einem Bericht ein Strafprozess wegen Korruptionsverdachts erspart. Ermittler des Landeskriminalamts  hätten keine Beweise für die Vorwürfe gefunden. 

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          Die hannoversche Staatsanwaltschaft will die Ermittlungen gegen den früheren Bundespräsidenten Wulff wegen Korruptionsverdachts angeblich kurz nach der Landtagswahl in Niedersachsen in einer Woche einstellen. Die Zeitung „Bild am Sonntag“ meldete, ein 55 Seiten langer abschließender Sachstandsbericht des Landeskriminalamts Niedersachsen habe für die Vorwürfe „trotz einiger Restzweifel“ eine hinreichende Grundlage für eine Anklage nicht gefunden.

          Es sei belegt, dass das Ehepaar Wulff - das sich vor einer Woche getrennt hat - mit dem Filmemacher David Groenewold befreundet gewesen sei. Dafür spreche, dass dieser als Erster von der Schwangerschaft von Bettina Wulff erfahren und sie nach der Geburt im Krankenhaus besucht habe. Einladungen unter Freunden - es ging um zwei Hoteleinladungen auf Sylt und um die Bezahlung einer Hochstufung in einem Hotel in München im Wert von insgesamt 2700 Euro - aber seien erlaubt. Zudem behauptete das Ehepaar, Bettina Wulff habe von ihrer Mutter zu Weihnachten und Geburtstag Geldgeschenke erhalten, mit denen sie die Auslagen Groenewolds erstattet hätten.

          Zur Hochstufung in München befanden die Ermittler, Wulff hätte als Ministerpräsident Anspruch darauf gehabt, die Hotelkosten in voller Höhe erstattet zu erhalten - daher fehle der persönliche Vorteil als Element der Strafbarkeit. Die Zeitschrift „Der Spiegel“ berichtet hingegen, die Entscheidung über ein Strafverfahren verzögere sich, weil noch drei Zeugen vernommen werden sollen. Wulffs Rechtsanwalt Gernot Lehr wollte sich am Sonntag zu den Ermittlungen „mit keinem Wort“ äußern.

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