Kopp-Verlag :
Auf dem Heimatplaneten für rechtsextreme Ufologen

Von Rüdiger Soldt, Rottenburg
Lesezeit: 11 Min.
Zentrale im Kampf gegen geheime Verschwörungen: das Gebäude des Kopp-Verlags in Rottenburg
Der Kopp-Verlag wurde mit Ufo-Büchern groß. Dann kam die Flüchtlingskrise. Seither sammeln sich um den Verlag Ufologen, Rechtsextreme und Verschwörungstheoretiker. Ein Besuch, der die Augen öffnet.

Das Rottenburger Gewerbegebiet „Siebenlinden III“ sollte mal ein Technologiepark mit Vorzeige-Start-ups werden. Entstanden ist ein profaner Gewerbepark mit billigen Imbissen, Tankstellen, einem Baumarkt, metallverarbeitenden Firmen, Lagerhallen. An einer Straßenkreuzung ist ein Bordell. Eigentlich kein Gelände, das sich Verleger und Lektoren für die geistige Produktion suchen. Jochen Kopp wählte die Ackerfläche in den Neckarauen im Norden Rottenburgs dennoch als Standort für seinen gleichnamigen Verlag aus. Es sind nämlich nur vier Kilometer bis nach Wurmlingen, wo Kopp aufgewachsen ist. Aus den Büros an der Nordseite des Verlags kann man bis zur Wurmlinger Kapelle schauen.

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