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Streit über Konfuzius-Institut : Ingolstadts Außenpolitik im Kleinen

  • -Aktualisiert am

Kämpfen weiter: Demonstranten am 29. Juli 2021 in Ingolstadt Bild: Lakuntza, Nerea

Der Stadtrat von Ingolstadt streitet über das dortige Konfuzius-Institut – und schwankt zwischen Abgrenzung von China und Wandel durch Annäherung.

          4 Min.

          Auf dem Theaterplatz in Ingolstadt steht Enver Can neben einem Plakat, das größer ist als er selbst. Can ist Präsident der Ilham-Tohti-Initiative, die nach dem uigurischen Sacharow-Preisträger des Europäischen Parlaments benannt ist. Ihm wurde Separatismus vorgeworfen, ein chinesisches Gericht verurteilte ihn 2014 zu lebenslanger Haft.

          Anna Schiller
          Volontärin.

          Gemeinsam mit Vertretern acht weiterer Organisationen demonstriert Can vor dem betongrauen Brachialbau des Stadttheaters. Sie fordern von der Stadt, dass sie die Finanzierung des örtlichen Konfuzius-Instituts sofort einstellt. Über die kommunale Förderung wird der Stadtrat wenige Meter entfernt im Stadttheater entscheiden. Can sagt: „Die Kommunistische Partei will ihre Ziele nach Deutschland exportieren. Aber wir schulden der nächsten Generation, dass die universellen Werte der Demokratie erhalten bleiben.“

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