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Lager auf griechischen Inseln : Kommunen wollen rund 250 Kinder aufnehmen

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Die psychische Verfassung der Kinder in den Flüchtlingscamps auf den griechischen Inseln hat sich laut SOS-Kinderdörfern dramatisch verschlechtert. Bild: obs

Im Bundestag gibt es keine Mehrheit für den Vorschlag, geflüchtete Kinder aus den Lagern griechischer Inseln aufzunehmen. Einige Kommunen würden gern einspringen – wenn sie dürften.

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          Bis zu 4000 Kinder müsse Deutschland aus den überfüllten Flüchtlingslagern auf den griechischen Inseln holen und aufnehmen, hatte der Grünen-Vorsitzende Robert Habeck kurz vor Weihnachten gefordert. Der Vorschlag wurde kontrovers diskutiert, eine Mehrheit im Bundestag fand sich nicht. Jedoch könnte sich mehr als die Hälfte der 41 Kommunen des Bündnisses „Städtesicherer Hafen“ vorstellen, unbegleitete minderjährige Flüchtlinge aufzunehmen. Das berichtet der „Spiegel“. Koordiniert wird die Initiative vom Potsdamer Bürgermeister Mike Schubert. Seinen Schätzungen nach wären die teilnehmenden Städte bereit, gemeinsam 200 bis 250 Kinder aufzunehmen. 

          Konkrete Zahlen aus allen Städten liegen noch nicht vor. In Kiel plant man, acht Kinder aufzunehmen, in Krefeld zehn und in Marburg 15. Potsdam selbst möchte einmalig fünf Kinder aufnehmen, ebenso wie Heidelberg und Dinslaken. Die größten Zahlen werden bislang in München und Berlin genannt: Die in München regierende SPD hat die Aufnahme von 40 Kindern im Stadtrat beantragt, der Berliner Senat möchte 70 Jungen und Mädchen übernehmen.

          Unabhängig der Bereitschaft müsste für das Vorhaben der Kommunen aber zunächst ein Bundes- oder Landesaufnahmeprogramm geschaffen werden, da Städte nicht im Alleingang über die Aufnahme Minderjähriger entscheiden können. Der migrationspolitische Sprecher der SPD-Fraktion im Bundestag, Lars Castellucci, warnte jedoch zuletzt davor, eine angepeilte europäische Lösung durch nationale Alleingänge zu gefährden. 

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