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Shell-Jugendstudie : Weiser als viele ergraute Wutbürger

  • -Aktualisiert am

Unpolitische Jugend? Sollte die These je gestimmt haben, Bewegungen wie „Fridays for Future“ zeigen ein anderes Bild. Bild: dpa

Die Shell-Jugendstudie zeigt: Umweltzerstörung und Klimawandel sind die Themen der Jugend. Es ist erfreulich, dass die jungen Leute dabei weiter Vertrauen in die Demokratie setzen.

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          Es ist keine Überraschung, dass Umweltzerstörung und Klimawandel die beiden Themen sind, die Jugendlichen und jungen Erwachsenen derzeit am wichtigsten sind. Was die Shell-Jugendstudie da herausgefunden hat, ist schon lange im politischen Alltag angekommen: in Form von „Fridays for Future“-Protesten und guten Wahlergebnissen der Grünen.

          Für die Bewahrung der natürlichen Lebensgrundlagen, ein eigentlich urkonservatives Thema, haben sich auch schon frühere Generationen begeistern lassen, zumindest in der alten Bundesrepublik. Nicht sehr viel anders als in den achtziger Jahren, als Schüler gegen Atomkraft und Waldsterben demonstrierten, geht es dabei auch heute nicht um puren Idealismus.

          Wer eine Lebenserwartung bis tief in die zweite Hälfte des Jahrhunderts hat, den werden die Folgen der Erderwärmung nicht so kalt lassen wie manche Ältere, die in einer Zeit groß geworden sind, in der Konsum als Fortschritt galt. Erfreulich ist, dass die jungen Leute trotz dieser ungewissen Aussichten das Vertrauen in die Demokratie nicht verlieren. Da sind sie weiser als viele ergraute Wutbürger.

           

           

          Nikolas Busse

          Verantwortlicher Redakteur für Politik der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

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