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Parteitag : Die Linke hat den Zug verpasst

  • -Aktualisiert am

Die zukünftige Doppelspitze der Linkspartei: Susanne Hennig-Wellsow (links) und Janine Wissler Bild: dpa

Wer jeden Einsatz der Bundeswehr im Ausland ablehnt, der muss nicht von Bündnissen reden.

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          Selten ist ein Wechsel an der Spitze der Linkspartei so glatt verlaufen. Zwei Frauen führen nun die Partei, Janine Wissler und Susanne Hennig-Wellsow, bisher in Deutschland nur wenig bekannte Landespolitikerinnen. Sie sollen nun den Aufbruch der Partei ausstrahlen.

          Den hat die Linke bitter nötig. Denn in der Partei ist die Luft raus, sie dümpelt vor sich hin. Die einzigen Promis, die sie hat, Gregor Gysi und Sahra Wagenknecht, spielen keine wichtige Rolle mehr. Vor allem aber wissen immer weniger Wähler, welchen Mehrwert es heute haben sollte, das Kreuz bei der Linken zu machen. Das ist besonders problematisch in einem Superwahljahr, in dem es für die Linke um vieles geht: in Thüringen den Ministerpräsidenten Bodo Ramelow zu verteidigen, in Sachsen-Anhalt eine weitere Kenia-Koalition zu verhindern, in Berlin weiter mitzuregieren und nicht zuletzt bei der Bundestagswahl gut abzuschneiden.

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