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Hasskriminalität : Der ganz normale Wahn

Blumen am Tatort des Anschlags vor der Midnight Shisha Lounge Bild: Francois Klein

Häme, Hass und Hetze fallen auf fruchtbaren Boden, Verschwörungstheorien haben Hochkonjunktur. Geht es uns zu gut?

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          Nicht auffällig gewesen sei der mutmaßliche Täter von Hanau, hieß es in den ersten Stellungnahmen der Sicherheitsbehörden. Nicht auffällig – bis er dadurch auffiel, dass er kaltblütig zehn Menschen erschoss, darunter seine Mutter, und danach sich selbst. Ein bisschen seltsam habe er sich manchmal schon benommen, berichteten Leute, die ihn vom Fußball oder aus dem Schützenverein kannten. Aber das kann man ja über viele sagen.

          Sogar als Tobias R. das, was durch seinen Kopf geisterte, im Internet veröffentlichte, schrillten die Alarmglocken nicht. Niemand hatte ihn auf dem Schirm. Selbst wenn sich jemand auf die Homepage verirrt hätte, hätte er wohl gedacht: Wieder einer der vielen Spinner, die sich die Welt (und ihr eigenes Versagen) nur noch mit Verschwörungstheorien erklären können.

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