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Kommentar zur Europawahl : Die Chance der SPD

Katarina Barley am Sonntag in Berlin Bild: dpa

Die Europawahl ist der erste Test für die SPD, wie ihr der Machtwechsel an der Spitze der CDU bekommt. Darin liegt für sie eine Chance.

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          Die Europawahl wird die erste Wahl seit Jahren sein, in der die Deutschen nicht wissen, was kommt. Das gilt für ihre unmittelbare Nachbarschaft, einem ins nationalistisch Undemokratische abgleitenden Polen und einem extremistisch infizierten Frankreich. Es gilt aber auch im Inneren, wo die Ära Merkel ausläuft, ohne dass klar wäre, ob und wie sich eine Ära Kramp-Karrenbauer anschließt.

          Das ist die Chance der SPD. Lässt sie sich nicht weiterhin, wie jetzt bei der Kandidatenaufstellung für die Europawahl, von einem Kevin Kühnert in den linken Keller treiben, besteht für ihre Spitzenkandidatin Katarina Barley die Möglichkeit, an das buchstäblich sozial-demokratische Gewissen jenseits der Macron-Mélenchon-LePen-Polarisierung zu appellieren.

          Das könnte Wähler davon abhalten, auf AfD oder Linkspartei hereinzufallen, die jetzt einträchtig gelbe Westen angezogen haben.

          Barley ist außerdem auf Augenhöhe mit einem Spitzenkandidaten aus der CSU, der nicht erklären kann, auf welchem Kanzler er seine Europapolitik eines Tages eigentlich stützen will. Mag der auch noch so sicher aus der CDU/CSU kommen. Aber welcher?

          Jasper von Altenbockum

          Verantwortlicher Redakteur für Innenpolitik.

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