https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/kommentar-zur-cop26-in-glasgow-kleines-deutsches-klima-karo-17607551.html
Jasper von Altenbockum (kum.)

COP26 in Glasgow : Die Grenzen der deutschen Klimapolitik

Teilnehmer der Klimakonferenz COP26 fahren am Samstag mit dem Zug von Amsterdam nach Glasgow. Bild: EPA

Vor dem Gipfel in Glasgow weitet sich der Blick der deutschen Klimapolitik auf die Welt. Hier muss sie erkennen: Nicht die Ziele sind entscheidend, sondern Wege und Mittel.

          3 Min.

          Nähert sich eine UN-Klimakonferenz, weitet sich der Blick der deutschen Klimadebatte auf weithin unbekanntes Gelände. Was dann betrachtet werden muss, ist eine Dimension des Klimaschutzes, der in der deutschen Auseinandersetzung mit dem Klimawandel kaum vorkommt: der Rest der Welt. Dort ist, wie in Deutschland und der EU, trotz vieler Rückschläge und Versäumnisse vieles erreicht worden seit dem Pariser Klima-Abkommen von 2015.

          Doch klar ist auch, dass sich schon seit Jahren ein „Paris Gap“ auftut, eine Kluft zwischen Anspruch und Wirklichkeit, die nicht kleiner, sondern größer wird. Dass das damals gesetzte Ziel noch realistisch ist, die Erwärmung der Erdatmosphäre in diesem Jahrhundert auf möglichst nur 1,5 Grad gegenüber vorindustriellen Zeiten zu begrenzen, glaubt wohl nur noch, wer Wunder für möglich hält.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.
          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+
          Die EU-Länder haben sich vorgenommen, ihren Gasverbrauch um mindestens 15 Prozent zum Frühling zu reduzieren.

          Standpunkt : Wo ist die Energiestrategie gegenüber Russland?

          Es ist, als spielte Europa Schach mit bereits festgelegten Zügen, unfähig, auf Russlands Vorgehen zu reagieren. Dabei gibt es die Möglichkeit, das Heft des Handelns zu übernehmen. Ein Gastbeitrag.