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Neugründung Alfa : Kleiner Teich

Alfa-Führungsriege: Generalsekretärin Ulrike Trebesius, der Vorsitzende Bernd Lucke und sein Stellvertreter Bernd Kölmel geben am Sonntag die erste Pressekonferenz ihrer neuen Partei. Bild: dpa

Ein gebrannter Lucke scheut die Pegida: Seine neue Partei soll nur handverlesene Mitglieder haben. Doch wird er mit ihr auch die Massen anziehen?

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          Wenn die AfD das Alpha war, ist Alfa dann jetzt Luckes Omega? Der beurlaubte Professor für Makroökonomie hat den Reset-Knopf gedrückt: Er will es noch einmal versuchen, diesmal aber besser machen. Vor allem will er verhindern, dass auch seine neue Partei zum Sammelplatz von Querulanten und Hasspredigern wird. Helfen soll ihm dabei eine Schwarze Liste und eine einjährige Probezeit für Menschen, „die wir nicht kennen“.

          Ein gebrannter Lucke scheut die Pegida: Alfa soll nur handverlesene Mitglieder haben. Auch inhaltlich will er zu den Ursprüngen der AfD zurückkehren. Die Alfa-Satzung fordert ein Bekenntnis zur Mitgliedschaft Deutschlands in EU und Nato sowie zur sozialen Marktwirtschaft. Abgelehnt werden müssen ausländerfeindliche, rassistische, antisemitische, islamfeindliche und homophobe Haltungen.

          Das ist CDU pur. Auch CSU, SPD, FDP und sogar die Grünen positionieren sich nicht anders. Dennoch will Lucke die von diesen Parteien Enttäuschten erreichen, aber nur die nach seinen Kriterien Vernünftigen. Besonders groß ist der Teich nicht, in dem er jetzt fischt.

          Berthold Kohler
          Herausgeber.

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