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Urteil zur Sterbehilfe : Ein Bruch mit allem

Krankenschwester bei einem Patienten Bild: © epd-bild / Werner Krüper

Das Urteil zur Sterbehilfe hat fundamentale Folgen. Das Bundesverfassungsgericht setzt sich über alles hinweg, was der Gesetzgeber in sorgfältiger Abwägung entschieden hat.

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          Vieles war im Vorhinein befürchtet worden, doch damit hatten selbst diejenigen nicht gerechnet, die das Bundesverfassungsgericht in der Hoffnung angerufen hatten, dass es die Tür für eine rechtssichere Beihilfe zum Suizid durch sogenannte Sterbehelfer oder Ärzte wenigstens einen Spalt weit öffne.

          Nun aber steht nicht einmal mehr das Haus, in das die Tür hineinführen sollte: Wer seinem Leben, gleich in welchem Alter und gleich in welcher körperlichen und geistigen Verfassung, ein Ende setzen will, der setzt einen Akt autonomer Selbstbestimmung. Dieser Akt, so die einhellige Meinung der Karlsruher Richter, ist von Staat und Gesellschaft nicht nur zu respektieren. Sie müssen dem Suizidwilligen ohne Ansehen der Person auch praktisch die Möglichkeit eröffnen, diesen Akt zu realisieren.

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