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Jasper von Altenbockum (kum.)

Nahles’ Rücktritt : Eine Partei dankt ab

Da war Andreas Nahles noch Bundesarbeitsministerin. SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz (Mitte) spricht im Juni 2017 mit dem damaligen Außenminister Sigmar Gabriel. Bild: dpa

Niemand in der SPD weiß nun, wie es weitergehen soll. Auch nicht die Politiker aus der zweiten und dritten Reihe, die wieder einmal zum Sturz der Führung aufriefen. Sie ruinieren ihre Partei.

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          Für die SPD ist der Rücktritt Andrea Nahles’ die schlechteste aller Möglichkeiten: Niemand weiß nun mehr, wie es weitergehen soll. Auch die SPD-Politiker aus der zweiten und dritten Reihe, die in den vergangenen Wochen und Monaten gegen Nahles stänkerten und intrigierten, wissen es nicht.

          Sie taten, was in der SPD seit Jahren getan wird: Wenn es in Umfragen und in Wahlen nicht bergauf ging, suchten sie den Fehler nicht bei sich selbst, sondern beim Parteivorsitzenden. So musste Kurt Beck gehen, so musste Sigmar Gabriel gehen, so musste Andrea Nahles gehen. Das Ergebnis: Die stolze Partei ist mit ihrem sozialdemokratischen Latein am Ende.

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